Nach schweren Unfall: Ein Dörfchen im Kosovo trauert um drei Landsleute
Komogllava ist ein Ortsteil der Stadt Ferizaj im Kosovo. Dort herrschen jetzt Trauer und Betroffenheit: Drei Migranten aus dem 3.000-Einwohner-Dörfchen sind bei einem schweren Verkehrsunfall in Deutschland ums Leben gekommen. Unter den Toten: Laurent A., 16 Jahre alt, der mit seiner Familie in Marxheim lebte.
Kosovarische Zeitungen berichten ausführlich über den Unfall. Ums Leben gekommen waren Tahir A. (61), sein Sohn Gentian (34) und Laurent, sein Neffe. Die drei waren zu Besuch bei ihren Familien und Freunden im Kosovo gewesen. „Nach Angaben der Familie waren die drei Migranten am Mittwoch, den 5. August 2026, gegen 11:30 Uhr aus dem Kosovo mit Ziel Deutschland aufgebrochen“, schreibt das Portal „Tetova News“.
Knapp 20 Stunden später – nach rund 1.500 Kilometern – passierte es: Der Wagen kam von der Fahrbahn ab, durchbrach eine Leitplanke und stürzte eine Böschung hinab auf die Gleise der vielbefahrenen Strecke Nürnberg–Regensburg. An dem Unfall war kein weiteres Fahrzeug beteiligt, der Wagen kollidierte auch nicht mit einem Zug. Doch jede Hilfe kam zu spät: Die drei Insassen waren so schwer verletzt, dass sie noch am Unfallort verstarben.
Rund 350 Kilometer fehlten noch bis nach Hofheim…
Die Zeitung „Bota Sot“ berichtet, dass in Komogllava tiefe Bestürzung herrscht. Ein Dorfbewohner brachte die Stimmung im Viertel Nuhaj in einem Beitrag zum Ausdruck: „Unser Viertel Nuhaj ist von Schmerz erfüllt. Der tragische Verlust dreier Mitglieder einer Familie bei einem Unfall hat unsere Herzen gebrochen. Es gibt keine Worte, die diesen Schmerz lindern können.“
Der Bürgermeister der Gemeinde Ferizaj, Agim Aliu, hat der Familie offiziell kondoliert. Laut dem Nachrichtenportal „Telegrafi“ sagte er, die Nachricht vom Tod der drei Landsleute aus Ferizaj habe die ganze Stadt erschüttert. In seinem Beileidstelegramm heißt es: „Mit Schmerz und Trauer haben wir die Nachricht vom Tod dreier Landsleute aus Ferizaj erhalten, Mitglieder der Familie aus dem Dorf Komogllavë, die von ihrer Heimat nach Deutschland zurückkehrten. Dieser tragische Fall hat uns alle erschüttert, und in diesen schweren Momenten für die Familie stehen wir ihr mit unserem aufrichtigen Beileid zur Seite.“ Er sprach zudem den Angehörigen, Freunden und allen Verwandten der Familie sein Beileid aus.
Unser Bild oben zeigt einen Screenshot der Webseite „Tetova News“, nach eigenen Angaben das meistbesuchte albanischsprachige Nachrichtenportal im Kosovo.



