Suzanne Bohn spricht über den Don Quijote des französischen Chansons

Suzanne Bohn spricht über den Don Quijote des französischen Chansons

Der Förderkreis Hofheimer Städtepartnerschaften und Mitglieder des ehemaligen Deutsch-Französischen Clubs präsentieren: Suzanne Bohn wird – nach den Porträts von Jacques Brel, Léo Ferré, Barbara und Charles Aznavour – eine weitere Größe des französischen Chansons präsentieren: Am Mittwochm, 24. September, spricht sie ab 19.30 Uhr im Schönbornsaal über Jean Ferrat.

„Der Don Quijote des französischen Chansons“ gehört zu den Klassikern des französischen Chansons, das sein goldenes Zeitalter in den 50er bis etwa 70er Jahren erfuhr. Jean Ferrat gehört zur illustren Riege der Chansons-Autoren, -Komponisten und -Interpreten, die das Fach adelten und es mit ihren anspruchsvollen Texten in den Stand von Literatur promovierten. Er gehörte außerdem mit Léo Ferré und Pierre Perret zu den seltenen engagierten Sängern, die ihr Talent in den Dienst einer politischen Ideologie stellten. Weshalb er zu den am meisten zensierten Künstlern seiner Zeit gehörte.

Chansons wie „Potemkin“, Nuit et brouillard“ („Nacht und Nebel“) „Ma France“ u. a. durften zeitweise nicht im Radio eingespielt werden. Das trug nur dazu bei, dass der integre Ferrat sich weigerte, im Radio oder im Fernsehen aufzutreten, so lange seine Lieder Gegenstand der Zensur waren. Das brachte ihn keineswegs von seiner Ideologie weg. Er kämpfte zeitlebens – sowohl in seinen Liedern als auch in seinen Stellungnahmen – gegen Willkür, gegen die Ausbeutung der Arbeiterklasse, gegen Diskriminierung, gegen die Macht der Konzerne, gegen die immer mächtigere Medienindustrie, gegen das die Massen manipulierende Fernsehen, gegen die Profitgesellschaft.

Der Eintritt kostet 10 Euro; in der Pause gibt es Weine aus Chinon und Schnittchen.

Quelle: Förderkreis Hofheimer Städtepartnerschaften – Foto: CD-Cover „Ses Plus Grandes Chansons“

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