Ein Glas Wein für Tenkodogo: Freundeskreis lädt ins Weinchalet ein

Ein Glas Wein für Tenkodogo: Freundeskreis lädt ins Weinchalet ein

Der Freundeskreis Hofheim-Tenkodogo hat das Weinchalet am Untertor für das nächste Wochenende gebucht: Mitglieder des Freundeskreises bieten neben regionalen Weinen einen leckeren Tropfen aus der französischen Partnerstadt Chinon an. Auch ein leckerer, fair-gehandelter Äppel-Mangosaft ist im Angebot. Darüber hinaus kann kleines Kunstgewerbe aus Burkina Faso erworben werden. Öffnungszeiten: Samstag, 27. Juni, von 11 bis 22 Uhr, und Sonntag, 28. Juni, von 14 bis 22 Uhr.

Der Freundeskreis Hofheim-Tenkodogo hat sich vor 15 Jahren gegründet. Sein Ziel ist eine Entwicklungskooperation mit dem westafrikanischen Staat Burkina Faso, insbesondere mit der Stadt Tenkodogo. In solidarischer Hilfe will der Freundeskreis dazu beitragen, die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern, so in den Bereichen Bildung, Wasserversorgung und Gesundheit.

Auf der Mitgliederversammlung des Freundeskreises hat der Vorsitzende des Vereins, Dr. Rüdeger Schlaga, kürzlich eine positive Bilanz des vergangenen Jahres gezogen – vor dem Hintergrund schwieriger gewordener Rahmenbedingungen in Burkina Faso.

So sei in Tenkodogo selbst das vielfältige Engagement des Freundeskreises deutlich sichtbar. Die mit Geld des Vereins errichtete Krankenstation wird mehr als erwartet in Anspruch genommen. Und ein mit Unterstützung des Freundeskreises finanzierter Brunnen liefert zuverlässig Wasser für die Krankenstation, aber auch für umliegende Dörfer und Schulen.

Wichtig für die Arbeit des Freundeskreises ist, dass sie durch lokale Institutionen und Helfer vor Ort in Tenkodogo und seinen Dörfern unterstützt werde. Diese Zusammenarbeit sei aber sehr schwierig geworden, begründet aus der aktuellen politischen Situation in Burkina Faso, erklärte Rüdeger Schlaga. Das Land sei seit dem Militärputsch 2022 politisch, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch international isoliert. Trotz größerer Anstrengungen habe die Regierung die Kontrolle über weite Teile des Staatsgebiets verloren.

„Das alles macht unsere Arbeit natürlich nicht leichter“, resümierte Dr. Rüdeger Schlaga, „umso mehr sind wir gefordert, da sich die Lebensbedingungen der Menschen in Tenkodogo unter diesen Vorzeichen kaum verbessern können. Dazu tragen dann gerade auch die Einnahmen durch den Verkauf des Weines am Stand auf dem Untertorplatz wesentlich bei.“ 

Quelle: Freundeskreis Hofheim-Tenkodogo

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