Hofheimer Sinngespräche widmen sich dem Leben im Denkmal

Hofheimer Sinngespräche widmen sich dem Leben im Denkmal

Unter dem Titel „Leben in einem Denkmal – zwischen historischer Verpflichtung, Klimazielen und Alltagsleben“ laden die 25. Hofheimer Sinngespräche am Freitag, 22. Mai, zu einer Auseinandersetzung mit der Frage ein, welche Bedeutung denkmalgeschütztes Wohnen heute noch hat. Im Mittelpunkt steht dabei das Roedersteinhaus in Hofheim – ein bedeutendes Zeugnis deutscher Frauen- und Kunstgeschichte.

Errichtet wurde das Haus von der Malerin Ottilie W. Roederstein und ihrer Lebensgefährtin, der Gynäkologin Dr. Elisabeth H. Winterhalter. Beide Frauen führten um 1900 ein für die damalige Zeit außergewöhnlich selbstbestimmtes und emanzipiertes Leben.

Der heutige Bewohner des Hauses, Prof. Dr. Mark Wahrenburg, spricht in einem Impulsreferat über die Herausforderungen, mit denen Eigentümer historischer Gebäude heute konfrontiert sind. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie sich die strengen Vorgaben des Denkmalschutzes mit modernen Wohnansprüchen und den aktuellen Klimaschutzzielen vereinbaren lassen. Auch schwer kalkulierbare Kosten, langwierige Genehmigungsverfahren und der hohe organisatorische Aufwand sollen thematisiert werden.

Darüber hinaus steht die grundsätzliche Sinnfrage im Raum: Welchen Wert hat es, historische Gebäude und das Andenken ihrer Erbauerinnen für kommende Generationen zu bewahren? Die Veranstaltung möchte damit einen kritischen Gedankenaustausch über Verantwortung, Erinnerungskultur und die Bedeutung von Geschichte im Alltag anstoßen.

Die Hofheimer Sinngespräche beginnen um 19.30 Uhr im Schönbornsaal des Kellereigebäudes. Die Moderation übernimmt Ansgar Kemmann. Karten kosten an der Abendkasse zwölf Euro, im Vorverkauf zehn Euro, für Mitglieder acht Euro. Tickets gibt es über die VBV-Webseite sowie in der Buchhandlung Tolksdorf.

Quelle: Volksbildungsverein

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