Aufruf zum Mitmachen: Hofheim sucht engagierte Bürger für innovative Stadtnatur

Aufruf zum Mitmachen: Hofheim sucht engagierte Bürger für innovative Stadtnatur
Untere Hauptstraße in Grün - Bürger pflegen ehrenamtlich die Pflanzen.

Nach dem Ende der extremen Hitzeperioden des Sommers rückt die Anpassung an den Klimawandel in Hofheim stärker in den Fokus. Die vergangenen Wochen mit Temperaturen von über 40 Grad auf den städtischen Plätzen haben deutlich gezeigt, wie stark Beton- und Steinflächen überhitzen. Jetzt sind die Bürger gefragt: Gesucht werden engagierte Hofheimerinnen und Hofheimer, die sich ehrenamtlich einbringen möchten, um gemeinsam Flächen zu entsiegeln, neue Grünstrukturen zu schaffen und bestehende Projekte zu pflegen.

Zwar gibt es bereits erfolgreiche lokale Ansätze wie die Aktionsgemeinschaft „Hofheim pflanzt“, Mikrowälder an der Main-Taunus-Schule und am Steinberg sowie die Pflanzinseln der „Essbaren Stadt“ in der Kernstadt. „Dass sich aus der ,Essbaren Stadt’ am historischen Wasserschloss mittlerweile weitere kleine Pflanzinseln in der Innenstadt zu einem erfreulichen Pflanzparcours entwickelt haben, zeigt ein gewachsenes Verständnis für biologische Vielfalt und Beiträge für lokale Mikroklimate.“, sagt Norbert Preusche, der sich seit Monaten an der „grünen Front“ engagiert.

Doch der Bedarf an einer klimaresiblen und grünen Stadtentwicklung ist weiterhin groß. Da der städtische Haushalt stark eingeschränkt ist und keine ausreichenden finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, appellieren Initiativen nun verstärkt an die Eigeninitiative der Bevölkerung.

Ambet Park
Auch ein Ergebnis des Bürger-Engagements: das essbare Gärtchen am Ambet-Brunnen.

„Wir sollten mehr mit eigenem Einsatz Vorbild sein für das Gelingen einer Stadtgesellschaft auch in schwierigen Zeiten“, so Preusche. Man sei Hofheim auf einem guten Weg, aber bei weitem noch nicht zufriedenstellend nachhaltig unterwegs. „Es fehlen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, die dabei sein wollen, wenn gepflanzt, geerntet und gemeinschaftlich geschafft wird.“

Im Mittelpunkt stehe das Konzept der „Schwammstadt“, bei der Regenwasser in Zisternen gesammelt wird, um Pflanzen in der Hitzezeit zu kühlen, sowie die Förderung von biologischer Vielfalt direkt im urbanen Lebensraum, um Hofheim widerstandsfähiger gegen künftige Hitzewellen zu machen. Heute gehe es nicht mehr um dekorative und letztendlich kostenaufwändige Parknatur: Gefragt sind Lösungen, die direkt und unmittelbar in den urbanen Lebensraum eingebunden sind. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich den lokalen Initiativen anzuschließen und aktiv an der Gestaltung einer grüneren Zukunft mitzuwirken. Wer mitmachen will, melde sich bitte per E-Mail an: nachrichten@essbare-stadt-hofheim.de.

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