„Weil wir gleich sind“: Lesung mit Deike Wichmann in der Stadtbücherei
Deike Wichmann stellt am Donnerstag, 10. September, um 19:30 Uhr ihren neuen Roman „Weil wir gleich sind“ in der Stadtbücherei Hofheim vor. Das Buch ist in der Reihe „Sternstunden der Frauen“ im Aufbau-Verlag erschienen und beruht auf einer wahren Begebenheit. Dabei geht es um Frauen, die für den gleichen Lohn kämpfen.
Der Roman spielt 1978: Henni ist glücklich in ihrem Beruf als Fotolaborantin. Doch dann findet sie heraus, dass ihr Kollege Tom deutlich mehr verdient – obwohl er weniger Erfahrung hat. Henni und die anderen Frauen im Labor schließen sich zusammen, um für eine gerechte Bezahlung zu kämpfen. Sehr zum Missfallen der breiten Öffentlichkeit, aber auch von Hennis Ehemann, der die Wut der Frauen unangemessen findet. Tom unterstützt Henni zwar, stellt sich aber nie öffentlich an ihre Seite. Kann sie ihm trauen, und hat sie sogar Gefühle für ihn?
Das Buch ist der zweite Roman von Deike Wichmanns. Sie lebt mit ihrer Familie in Eppstein, hat lange in Hofheim gewohnt und arbeitet dort in der Pressestelle des Rathauses.
Karten für die Lesung gibt es zum Preis von 12 Euro in der Stadtbücherei Hofheim (Tel. 06192 202-570) und bei der Buchhandlung Tolksdorf (Tel. 06192 5213). Die Lesung ist Teil des Literaturfestivals „Leseland Hessen“.
Unser Foto oben zeigt Deike Wichmann mit ihrem neuen Roman (Foto: privat)
Quelle: Stadtverwaltung


Mich stört der Titel des Buches „Weil wir gleich sind“. Wir sind selbstverständlich nicht alle gleich, sollten aber natürlich gleichberechtigt sein, und das ist ein gewaltiger Unterschied.
Hier handelt es sich um einen Roman und nicht um ein politisches Manifest. Ein Titel darf und soll zuspitzen, provozieren und Aufmerksamkeit erzeugen, schließlich gehört auch die verkäuferische Wirkung zur Auswahl eines Buchtitels.
Mich persönlich stört der Titel weniger als die Tatsache, dass das eigentliche Thema des Buches, gleiche Bezahlung für gleiche oder gleichwertige Arbeit, auch Jahrzehnte später noch nicht vollständig gelöst ist. Darüber sollte man mindestens genauso intensiv diskutieren wie über die Wortwahl des Titels.
Vielleicht wäre es also lohnender, weniger über einzelne Worte zu streiten und stärker darüber, warum diese Debatte überhaupt noch geführt werden muss.