Dreister Trickdiebstahl in Marxheim: Wie Betrüger mit fieser Doppelmasche vorgehen
Ein aktueller Fall aus Hofheim zeigt, wie raffiniert und organisiert Trickdiebe vorgehen. Mit einer Kombination aus einem persönlichen Besuch und einem anschließenden Täuschungsanruf versuchten Kriminelle, an das Ersparte eines Marxheimers zu gelangen.
Alles begann am Sonntag mit einem scheinbar harmlosen Telefonat, bei dem eine Frau ein Treffen mit einem Bewohner der Frankfurter Straße vereinbarte. Gegen 19:45 Uhr erschienen schließlich zwei junge Frauen bei dem Mann und erhielten Einlass. Sobald sie in der Wohnung waren, teilten sie die Rollen geschickt auf. Während die eine Frau den Mann in ein Gespräch verwickelte, nutzte die Komplizin den Moment der Unachtsamkeit und stahl unbemerkt seine Bankkarte. Noch bevor ihm der Verlust überhaupt auffiel, hatte das Duo die Wohnung bereits wieder verlassen.
Wenig später folgte die zweite Welle des Betrugsversuchs. Ein vermeintlicher Polizeibeamter meldete sich telefonisch bei dem Betroffenen und forderte unter dem Vorwand, die gestohlene Karte sperren zu müssen, die dazugehörige PIN. Glücklicherweise reagierte der Mann richtig und händigte die Geheimzahl nicht aus.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise zu den beiden tatverdächtigen Frauen. Beide werden als schwarzhaarig, etwa 18 bis 20 Jahre alt und zwischen 1,60 Meter und 1,65 Meter groß beschrieben. Eine der Frauen war mit einem rosafarbenen Kleid bekleidet, während die andere ein beige-braunes Kleid trug.
Aus gegebenem Anlass warnt die Polizei vor solchen Maschen und rät zu erhöhter Skepsis bei unerwarteten Besuchen oder Kontaktaufnahmen. Weder die Polizei noch Banken oder Behörden fragen jemals nach Wertgegenständen, Bargeld, Bankkarten, PINs oder anderen sensiblen Zugangsdaten. Es sollte niemals eine Herausgabe von Geheimzahlen erfolgen, noch sollte man sich am Telefon dazu anleiten lassen, Passwörter zurückzusetzen oder Überweisungen zu tätigen. Bei entsprechenden Anrufen sollte man das Gespräch sofort zu beenden, Rücksprache mit der Hausbank halten oder im Zweifelsfall direkt die Polizei über den Notruf 110 zuverständigen.
Quelle: Polizei Hofheim

