Virtuelle Kunst am Alten Wasserschloss: AR-Installation eröffnet in Hofheim

Virtuelle Kunst am Alten Wasserschloss: AR-Installation eröffnet in Hofheim

Im Rahmen der „World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026“ wird Hofheim Teil eines besonderen Kunstprojekts: Unter dem Titel „Hier wo wir sind – Virtuelle Kunst um’s Eck“ laden die Künstler François Pisapia und Pauli Scharlach am 21. Mai um 18 Uhr zur Eröffnung einer Augmented-Reality-Installation am Wassergraben des Alten Wasserschlosses ein (Burgstraße 30).

Es handelt sich um digitale Kunst, die in der echten Welt sichtbar wird – per Smartphone-App. Direkt neben dem historischen Wasserschloss verschmelzen fragmentierte 3D-Scans öffentlicher Plätze, Denkmäler und Mauerreste zu digitalen, fast traumartigen Stadtlandschaften. Aus brüchigen und teils verfallenen Strukturen der Großstadt entstehen dabei virtuelle Collagen, in denen sich scheinbar aufgegebene Orte in mögliche Zukunftsformen verwandeln.

Die Künstler stellen dabei grundlegende Fragen: Wie wird Erinnerung im öffentlichen Raum bewahrt, aufgelöst oder neu interpretiert? Und wie lassen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in digitalen Raumebenen miteinander verweben? Die historische Kulisse des Hofheimer Wasserschlosses soll diesen Dialog zwischen realer Ruine und virtueller Rekonstruktion verstärken und neue, transhistorische Perspektiven eröffnen.

Das Projekt ist Teil einer größeren Initiative des WAVA-Kollektivs, die vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain im Rahmen der World Design Capital 2026 initiiert wurde. In insgesamt sieben Kommunen des Main-Taunus-Kreises – darunter Bad Soden, Eppstein, Flörsheim, Hattersheim, Hochheim, Kelkheim und Hofheim – erweitern acht ortsspezifische AR-Installationen von elf internationalen Künstler:innen den öffentlichen Raum.

Über die kostenlose WAVA-App (für iOS und Android) werden vertraute Orte jederzeit zugänglich und künstlerisch neu erfahrbar gemacht. Historische Bezüge werden sichtbar, neue Erzählungen entstehen. Das Projekt versteht den öffentlichen Raum im hybriden Zeitalter als wandelbare Fläche und untersucht, wie digitale Eingriffe unsere Wahrnehmung von Orten nachhaltig verändern können.

Quelle: Stadtverwaltung

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