In Hofheim: Linksjugend demonstriert mit Schülern gegen Wehrpflicht (Update)

In Hofheim: Linksjugend demonstriert mit Schülern gegen Wehrpflicht (Update)

Bundesweit wird am Freitag, 5. Dezember, von Schülerinnen und Schülern gegen die beabsichtigte Wehrpflicht gestreikt. Auch im Main-Taunus-Kreis werden Schülerinnen und Schüler sich diesem Ansinnen anschließen. Eine zentrale Kundgebung für den Main-Taunus-Kreis wird in Hofheim ab 13.30 Uhr auf dem Kellereiplatz stattfinden. Anmelderin ist die Linksjugend Main-Taunus-Kreis.

„Wir nehmen es nicht hin, dass die Bundesregierung uns für die Interessen von Staat und Kapital in den Tod schicken will. Deshalb die Kundgebung in Hofheim. Unsere Antwort ist klar: Nicht unsere Pflicht!“ fasst die Linksjugend ihre Position zusammen.

Update: Lehrerverband droht mit „erzieherischen Maßnahmen“

Der Deutsche Lehrerverband warnt unterdessen davor, während der Unterrichtszeit an der Protestaktion teilzunehmen. Wer unentschuldigt dem Unterricht fernbleibe und Gesprächsangebote ausschlage, müsse „mit erzieherischen Maßnahmen“ bis hin zu einem Verweis rechnen, sagte Verbandspräsident Stefan Düll gegenüber Medien. Und weiter teilt er mit:

„Sogenannte ,Schulstreiks‘ während der Unterrichtszeit gelten rechtlich nicht als Streiks, da Schülerinnen und Schüler keine Arbeitnehmer sind. Wer gegen die Reaktivierung der Wehrpflicht demonstrieren möchte, kann dies jederzeit außerhalb der Unterrichtszeit tun; die Versammlungs- und Meinungsfreiheit ist umfassend gewährleistet. Eine Demonstrationsteilnahme während der Unterrichtszeit ist ein unerlaubtes Fernbleiben vom Unterricht und liegt in der Verantwortung der Eltern bzw. der volljährigen Schüler. Sie erfordern die vorherige Abmeldung bei der Schulleitung, um unnötige Nachfragen bei den Eltern zu vermeiden, sowie die Bereitschaft, pädagogische oder disziplinarische Konsequenzen zu akzeptieren.“

Die Schule werde in solchen Fällen mit Augenmaß handeln und den Teilnehmenden ein der Regel ein Gespräch außerhalb des Unterrichts anbieten, um über Sinn, Folgen und alternative Formen politischer Beteiligung zu sprechen. „Wer jedoch unentschuldigt dem Unterricht fernbleibt und Gesprächsangebote ablehnt, muss mit erzieherischen Maßnahmen bis hin zu einem Verweis rechnen.“

Quelle: Linke HofheimDeutscher Lehrerverband

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