Schnelle Hilfe bei Herznot: Öffentlicher Defibrillator jetzt auch in Diedenbergen

Schnelle Hilfe bei Herznot: Öffentlicher Defibrillator jetzt auch in Diedenbergen

Die Versorgung mit öffentlich zugänglichen Defibrillatoren im Main-Taunus-Kreis verbessert sich stetig. Das Projektteam der Initiative „Region der Lebensretter: Main-Taunus-Kreis“ zieht eine positive Zwischenbilanz: Immer mehr „Automatisierte Externe Defibrillatoren“ (AED) stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Jetzt wurde in Diedenbergen ein weiteres Geräte installiert.

„Damit wird die Notfallversorgung im Main-Taunus-Kreis deutlich gestärkt“, sagt Daniel Elschenbroich, der das Projekt beim DRK-Kreisverband Main-Taunus koordiniert. Er bedankt sich bei den beteiligten DRK-Ortsvereinigungen, den Kommunen, Feuerwehren und der Johanniter-Unfallhilfe, die den Ausbau mit großem Engagement vorantreiben – oft unter herausfordernden Bedingungen.

Neben der Finanzierung der AEDs und Außenboxen müssen sich die Ehrenamtlichen auch mit Fragen des Denkmalschutzes und technischen Hürden bei der Stromversorgung auseinandersetzen. „Doch am Ende überwiegt der Stolz auf das Erreichte – und vor allem die Gewissheit, dass Ersthelfende im Notfall schnell auf ein verfügbares Gerät zugreifen können. So werden wertvolle Sekunden gewonnen, die oft über Leben und Tod entscheiden“, so Elschenbroich.

Automatisierte Externe Defibrillatoren sind speziell für den Einsatz durch Laien konzipiert. Sie geben klare Sprachanweisungen und führen Schritt für Schritt durch die Wiederbelebung, sodass auch ungeschulte Personen im Ernstfall sicher handeln können.

Derzeit sind im Main-Taunus-Kreis 93 AEDs über die digitale „DEFI-map“ registriert. Allerdings sind davon nur 36 rund um die Uhr zugänglich – also etwas mehr als ein Drittel. Das Projekt ruft daher alle Eigentümerinnen und Eigentümer von AEDs auf, ihre Geräte zu erfassen und öffentlich zugänglich zu machen – egal ob Kommunen, Vereine oder Unternehmen. Unterstützt werden kann das Projekt auch durch Spenden, die helfen, weitere Defibrillatoren anzuschaffen und das Netz der Lebensretter im Kreis weiter auszubauen.

Die DEFI-map ist im Internet einzusehen [hier].

Seit Dezember 2024 ist die Initiative „Region der Lebensretter“ aktiv. Sie ermöglicht die smartphonebasierte Alarmierung geschulter Ersthelferinnen und Ersthelfer bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand – parallel zum Rettungsdienst. Über die „Lebensretter-App“ werden zwei Helfende direkt zum Einsatzort geschickt, während eine dritte Person einen verfügbaren AED holt. Der Algorithmus berücksichtigt dabei, welche Geräte gerade zugänglich sind.

Aktuell sind über 770 Ersthelfende im Main-Taunus-Kreis registriert. Bei 254 Einsätzen wurden sie bereits alarmiert – und in einer beeindruckenden durchschnittlichen Zeit von 2 Minuten und 31 Sekunden am Einsatzort. Diese Zahlen zeigen deutlich: Wird eine Wiederbelebung innerhalb der ersten drei bis fünf Minuten begonnen, kann sich die Überlebenschance eines Menschen verdoppeln bis vervierfachen.


Unser Bild oben entstand in Diedenbergen, als der Ortsverein des DRK seine 24/7 AED in der Dorfmitte einweihte. Zudem wurden weitere Ersthelfende mit den Lebensretter-Taschen ausgestattet Foto: DRK Main-Taunus


Quelle: DRK Main-Taunus

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