Gedenken am Tivertonplatz: Hofheim erinnert an die Opfer der Reichspogromnacht
Jetzt informiert auch die Stadtverwaltung: Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Main-Taunus-Kreis lädt alle interessierten Bürger und Bürgerinnen am Montag, 9. November, um 18 Uhr zum öffentlichen Gedenken der Opfer der Reichspogromnacht vor 88 Jahren ein.
Die Gedenkfeier findet vor der Tafel an der Mauer der ehemaligen Synagoge am heutigen Tivertonplatz statt und beginnt mit dem Geläut der Glocken der Hofheimer Kirchen um 18 Uhr.
Gemeinsam mit der Stadt Hofheim, den Kirchen und Bürgern und Bürgerinnen aus Hofheim und anderen Kommunen des Main-Taunus-Kreises wird der Opfer von Gewalt und Unrecht in der Reichspogromnacht gedacht. Neben den Redebeiträgen wird die Feier von Schülern und Schülerinnen der Main-Taunus-Schule unter Leitung des Fachbereichs Musik musikalisch begleitet.
Zur Erinnerung an die Menschen im heutigen Main-Taunus-Kreis, die in dieser Nacht der Zerstörung gelitten haben und nach der Reichspogromnacht vertrieben oder ermordet worden sind, werden Kerzen an die Mauer der ehemaligen Synagoge unter die Gedenktafel mit ihren Namen aufgestellt.
Im Anschluss an die Gedenkfeier findet um 19.30 Uhr bei freiem Eintritt ein Konzert des Akkordeonisten Sören Thies mit dem Titel „Von Odessa nach Paris“ im Stadtmuseum statt. Das Konzert dauert ca. eine Stunde. Um Spenden wird gebeten. Bei schlechtem Wetter findet die Gedenkfeier im Stadtmuseum Hofheim statt.
Die Stadtverwaltung war zuvor in die Kritik geraten: Ausgerechnet für den Abend des Gedenkens hatte sie gemeinsam mit der Hofheimer Lokalen Agenda eine Podiumsdiskussion zur Unteren Hauptstraße angesetzt (Beginn ebenfalls 19:30 Uhr). Nun muss sich die Stadtspitze entscheiden: Bevorzugt sie das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht – oder die Debatte über ein aktuelles Streitthema?
Quelle: Stadtverwaltung/CJZ Main-Taunus

