Startschuss in der Rheingaustraße: HWB baut neues Übergangsheim für 4,6 Millionen Euro
Grünes Licht für die Rheingaustraße: Am Montag, 9. November, starten die Bauarbeiten für das neue Übergangsheim zur Unterbringung obdachloser Menschen. Das Gesamtprojekt umfasst ein Investitionsvolumen von 4,2 Millionen Euro und wird von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft realisiert. Die Stadt beteiligt sich mit drei Millionen Euro an den Baukosten: Das Geld nimmt sie aus dem elf Millionen Euro schweren Förderpaket der Investitionsoffensive des Landes stammen. Nach Fertigstellung wird die Stadt die Räumlichkeiten von der Wohnungsbaugesellschaft anmieten.
Die Stadtverwaltung informiert über den Baustart in folgender Pressemitteilung:
Die Unterkunft für von Obdachlosigkeit betroffene Personen an der Rheingaustraße hatte altersbedingt nicht mehr den gewünschten Anforderungen entsprochen und ist mittlerweile abgerissen. Die Hofheimer Wohnungsbau GmbH (HWB) als Eigentümerin des Gebäudes startet nun mit dem Neubau an derselben Stelle. Dies hatte sich durch die kritische Haushaltsituation der Stadt Hofheim zunächst verzögert.
Das Projekt nimmt nun mit Mitteln aus der Investitionsoffensive des Landes Hessen erneut Fahrt auf. Dies ist auch notwendig, denn die Verhinderung von Obdachlosigkeit ist eine Pflichtaufgabe einer Kommune. Zu Beginn der Bauarbeiten wird es voraussichtlich ab Montag, 9. November, eine halbseitige Sperrung der Rheingaustraße geben. Der Verkehr wird per Ampelschaltung geregelt. Die Baumaßnahmen werden bis Frühjahr 2028 andauern.
Rückblick: Das beauftragte Architekturbüro Kulla hat die Grundrisse und Ausstattungen der Wohneinheiten an die Nutzergruppe orientiert geplant. Die Kosten für die Maßnahme werden sich auf voraussichtlich ca. 4,6 Millionen Euro belaufen. Es wird ein KFW-Energiestandard umgesetzt. Es werden 29 Wohneinheiten für das Übergangswohnen auf dem 600 Quadratmeter großen Grundstück entstehen.

„Der Neubau soll in erster Linie Menschen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind, vorübergehend Wohnraum bieten und hierdurch eine entsprechend bedarfsorientierte Planung für uns als Kreisstadt möglich machen. Der Neubau eröffnet neue Möglichkeiten bei der Verhinderung von Obdachlosigkeit und ich freue mich auf das Projekt“, sagte Bürgermeister und HWB-Aufsichtsratsvorsitzender Wilhelm Schultze zu Beginn der Abrissarbeiten.
„Die HWB wird hier ihrer Rolle als Stadtentwickler gerecht und wir sind sehr froh, dass wir unseren Teil für eine gesunde soziale Infrastruktur in der Kreisstadt beitragen können. Bei dem Neubau handelt es sich um einen dreigeschossigen Baukörper, wobei das oberste Geschoss als Staffelgeschoss ausgewiesen ist. In allen Geschossen sind Appartements für von Obdachlosigkeit betroffener Personen vorgesehen. Die Appartements im Erdgeschoss sind barrierefrei erreichbar“, erklärte HWB-Geschäftsführer Josef Mayr.
Die Appartements werden mit einem möblierten Wohn- und Schlafbereich, einer Kochnische sowie einem Badezimmer ausgestattet. Ergänzt wird das Angebot durch ein Beratungszimmer, das bei Bedarf ebenfalls als Appartement genutzt werden kann, sowie einen Gemeinschaftsraum. Dieser soll für Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Förderung der beruflichen und sozialen Teilhabe genutzt werden, beispielsweise Bewerbungstrainings, soziale Beratungsangebote und medizinische Beratung.
Quelle: Stadtverwaltung


3 Millionen dazugeben und anschließend zurückmieten?