Neubesetzung trotz Sparzwang: Hofheim hat eine neue Gleichstellungsbeauftragte

Neubesetzung trotz Sparzwang: Hofheim hat eine neue Gleichstellungsbeauftragte

Die Nachricht kommt zur Unzeit: Während in Hofheim erneut über eine drastische Erhöhung der Grundsteuer diskutiert und im selben Atemzug ein Personalabbau im Rathaus gefordert wird, meldet die Stadtverwaltung eine Neubesetzung. Die Frankfurter SPD-Stadtverordnete Sarya Atac übernimmt ab sofort das Amt der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten.

In einer Pressemitteilung der Stadt heißt es, die 25-jährige Soziologin sei seit dem 1. November zentrale Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um das Thema Gleichstellung. Atac, die im März 2026 ihre Masterarbeit über sexualisierte Gewalt in Kriegsgebieten abgeschlossen hat, freut sich auf die neue Aufgabe: „Als Soziologin beobachte ich, wie sich die Gesellschaft entwickelt und wie Chancen verteilt werden – oft auch unbemerkt. Genau da setzt die Gleichstellungsarbeit an. Hier gezielt und mit frischem Blick mitzugestalten sowie strukturelle Themen voranzutreiben, ist mir eine Herzensangelegenheit.“

Sarya Atac lebt in ihrer Geburtsstadt Frankfurt und sitzt dort als Stadtverordnete dem Ausschuss für Diversität, Beteiligung und Europa vor. Zuvor war sie jahrelang als freiberufliche Dolmetscherin sowie als Fachreferentin für Suchtprävention an Schulen tätig. Zudem engagiert sie sich ehrenamtlich als Wertebotschafterin für „German Dream“ und wurde 2025 mit dem Preis „Movers of Tomorrow“ ausgezeichnet.

Mit der Personalie kommt die Stadt Hofheim laut eigener Aussage ihrem gesetzlichen Auftrag nach, die Gleichstellung aktiv zu fördern und Benachteiligungen entgegenzuwirken. Das Aufgabenfeld der neuen Beauftragten ist breit gefächert: Neben der Mitwirkung bei Personalauswahl und -entscheidungen im Rathaus dient sie als Anlaufstelle bei Beschwerden – etwa zu Diskriminierung oder sexueller Belästigung am Arbeitsplatz. Darüber hinaus bietet sie vertrauliche und kostenfreie Beratungen bei persönlichen Notlagen, Trennung, Sorgerechtsfragen oder häuslicher Gewalt an.

Quelle: Stadtverwaltung

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