Die Linke Hofheim verurteilt Remigration-Schmiererei am Bahnhof
Am Bahnhof Hofheim ist erneut die Forderung nach „Remigration“ auf den Boden gesprüht worden – inklusive Rechtschreibfehler, der die Botschaft nicht überzeugender macht.
„Remigration ist kein harmloses Wort für Rückwanderung, sondern ein rechtsextremer Kampfbegriff für die massenhafte Abschiebung von Menschen, ausdrücklich auch mit deutschem Pass. Wer das auf den Boden sprüht, sprüht gegen die eigene Nachbarschaft“, erklärt Zoe Garnjost, Co-Ortsvorsitzende der Linken Hofheim. Fast 20 Prozent unserer knapp 39.300 Einwohnerinnen und Einwohner hätten keinen deutschen Pass. Mit eingebürgerten Menschen liege der Anteil mit Migrationsgeschichte bei rund 30 Prozent. „Das sind die Menschen, die in unseren Restaurants kochen und bedienen, die Läden führen, die uns pflegen. Wer Remigration fordert, fordert, dass sie verschwinden: leere Küchen, geschlossene Läden, kollabierende Pflege. Keine Randgruppe würde fehlen, sondern ein Viertel unseres Alltags.“
Baris Agus, Co-Ortsvorsitzender und Stadtverordneter der Linken in Hofheim, sagt: „Dass das ausgerechnet an dem Wochenende passiert, an dem die AfD in Erfurt ihren Bundesparteitag abhält, halten wir für keinen Zufall.“. Man wolle keine Faschisten in Hofheim, „und wir lassen nicht zu, dass rechtsextreme Hetze hier zur Normalität wird.“
Die Linke Hofheim fordert die konsequente strafrechtliche Verfolgung solcher Schmierereien.
Quelle: Die Linke Hofheim

