Anschlag in Monaco: Mutmaßliche Attentäterin war wohl in Hofheim gemeldet

Anschlag in Monaco: Mutmaßliche Attentäterin war wohl in Hofheim gemeldet

Nach einem Sprengstoffanschlag im Fürstentum Monaco führt eine heiße Spur in den Main-Taunus-Kreis – und wohl auch nach Hofheim. Im Fokus der Ermittler steht eine 39-jährige Frau, die nach Informationen der Behörden im Main-Taunus-Kreis gelebt haben soll. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ schreibt: Zuletzt war sie offenbar in Hofheim am Taunus gemeldet, den deutschen Ermittlern sei sie bislang nicht aufgefallen.

Auf der Webseite von Interpol wird die Tatverdächtige namentlich genannt: Anastasiia Berezovska, geboren am 26. Juni 1987 – also 39 Jahre alt. Sie soll eine auffällige Tätowierung tragen – möglicherweise eine Schlange, die sich von der Schulter bis zum Ellbogen zieht. Gefahndet wird nach ihr wegen des Verdachts des versuchten Mordes sowie des vorsätzlichen Platzierens eines Sprengkörpers auf öffentlichen Straßen.

Wie die Generalstaatsanwaltschaft, die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Hessische Landeskriminalamt (HLKA) in einer gemeinsamen Mitteilung erklären, ereignete sich der Anschlag am Montagabend vor einem Wohnkomplex in Monaco. Bei der Explosion wurden eine Frau, ein Mann und ein Kind teils schwer verletzt. Nach Medienberichten handelt es sich dabei um einen 58-jährigen ukrainischen Multimillionär, seinen 13-jährigen Sohn sowie dessen langjährige Lebensgefährtin.

Aufnahmen einer Überwachungskamera in Monaco zeigen eine Person mit schwarzem Hut, die zunächst für einen Mann gehalten wurde. Der Sprengsatz soll aus der Ferne gezündet worden sein, als die drei Bewohner das Gebäude betraten. Die Ermittlungen der monegassischen Strafverfolgungsbehörden führten dann rasch zu konkreten Spuren nach Deutschland. Auf Grundlage eines internationalen Rechtshilfeersuchens schalteten sich daraufhin die hessischen Ermittlungsbehörden ein.

Am Donnerstag durchsuchten Polizeikräfte, darunter auch Spezialeinsatzkräfte (SEK), die von der 39-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen angemietete Wohnung im Main-Taunus-Kreis. Außerdem stellten sie ein von ihr genutztes Fahrzeug als Beweismittel sicher.

Nach den bisherigen Erkenntnissen besteht der Verdacht, dass die Frau – sie soll 2022 als Kriegsflüchtling nach Deutschland gekommen sein – an der Planung oder Durchführung des Anschlags beteiligt gewesen sein könnte. Medienberichten zufolge soll sie anschließend mit einem Mietwagen mit deutschem Kennzeichen über Frankreich und Italien nach Deutschland geflüchtet sein.

Bei der Durchsuchung stellten die Beamten umfangreiches Beweismaterial sicher; es wird jetzt für die Übergabe an die monegassischen Behörden aufbereitet. Die Ermittler beider Länder stehen nach Angaben der Staatsanwaltschaft in engem Austausch.

Die Tatverdächtige selbst wurde bei dem SEK-Einsatz nicht angetroffen und befindet sich weiterhin auf der Flucht. Gegen die 39-Jährige wurde ein internationaler Haftbefehl erlassen. Weitere Einzelheiten wollten die Ermittlungsbehörden mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht bekannt geben.


Unser Bild oben zeigt die gesuchte Ukrainerin – Interpol hat die beiden Fahndungsfotos der 39-Jährigen herausgegeben.


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