Fast nur Männer, aber deutlich jünger: Main-Taunus-FDP wählt neuen Vorstand

Fast nur Männer, aber deutlich jünger: Main-Taunus-FDP wählt neuen Vorstand
Ein Männerbund namens FDP-Kreisvorstand. Als dritte Frau wurde die Landtagsabgeordneten Marion Schardt-Sauer (4.v.l.) mit aufs Bild geholt – sie leitete die Versammlung.

Die FDP im Main-Taunus-Kreis hat einen neuen Kreisvorstand: 15 Männer und zwei Frauen bilden das 17-köpfige Gremium. Dass der Vorstand fast ein reiner Männerbund bleibt, steht in der Pressemitteilung der Partei natürlich nicht. Dort liest man lieber: Die Mitglieder kämen aus neun der zwölf Städte und Gemeinden und verbänden langjährige Erfahrung mit jungem Engagement – immerhin fast die Hälfte des Vorstands ist unter 30 Jahre alt.

Dr. Marcel Wölfle wurde von der Kreismitgliederversammlung mit deutlicher Mehrheit als Vorsitzender im Amt bestätigt.

Hofheim stellt keinen der stellvertretenden Kreisvorsitzenden: Gewählt wurden Thomas Spriegel (Eschborn), Elias Shieh (Bad Soden) und Florian Conrad (Kriftel). Shieh gehört auch dem Bundesvorstand der FDP sowie dem Präsidium der FDP Hessen an, Spriegel ist Mitglied der FDP-Kreistagsfraktion.

Kreisschatzmeister bleibt Michael Genthner (Hattersheim), zum Europabeauftragten wurde Ralf Strehlau aus Hofheim gewählt.

Als Beisitzerinnen und Beisitzer gehören dem Kreisvorstand aus Hofheim Achim-Peter Klein und Eske Mayer an. Zudem wurden gewählt: Dr. Ralf Anacker (Kelkheim), Dr. Andreas Graf Gatterburg (Hattersheim), Adriano Jugl (Sulzbach), Daniel Knais (Hochheim), Dr. Michaela Kriegelstein (Kelkheim, ebenfalls Kreistagsabgeordnete), Zino Miserre (Bad Soden), Arnim-M. Nicklas (Sulzbach), Marvin Schopf (Kelkheim) und Frederick von Sternheim (Eschborn).

In der Pressemitteilung heißt es weier: „Wir sind im Main-Taunus-Kreis fest verankert und tragen Verantwortung – im Kreistag ebenso wie in den Städten und Gemeinden. Was wir dort für die Menschen erreichen, wollen wir künftig deutlicher zeigen. Darauf bauen wir bei der Landtagswahl 2028 auf“, sagte Wölfle.

In seinem Rechenschaftsbericht blickte Wölfle auf zwei Wahlkämpfe zurück: die Bundestagswahl 2025 und die Kommunalwahl 2026. Trotz des bundesweit schwierigen Umfelds habe die FDP im Kreis ihre politische Rolle behauptet. Bei der Kreistagswahl erreichte sie 6,1 Prozent und ist seitdem weiterhin Teil der Koalition mit CDU und SPD. Besonders stark schnitten die Freien Demokraten in Eschborn und Flörsheim ab.

Daran will der Kreisverband anknüpfen und bei der Landtagswahl das Wählerpotenzial im Main-Taunus-Kreis größtmöglich ausschöpfen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Wirtschaft, Bildung und Mobilität.

Quelle: MTK-FDP

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