Social Days am Steinberg: Wie Frankfurter Teams Hofheims Klimawäldchen aufblühen lassen
Rund fünfzig Bäume und ebenso viele Beerensträucher wachsen seit einem Jahr im Essbaren Klimawäldchen am Steinberg. Damit aus den jungen Pflanzen ein lebendiger, vielfältiger Naturraum wird, braucht es mehr als nur die gelungene Pflanzaktion zu Beginn. Gerade die ersten drei Jahre sind entscheidend: In dieser Phase müssen Bäume und Sträucher regelmäßig versorgt, gepflegt und in ihrer Entwicklung unterstützt werden. Neben der Bewässerung – vor allem in Hitzeperioden – gehören zahlreiche gärtnerische Arbeiten dazu, die dem Wäldchen helfen, gut durch die Jahreszeiten zu kommen.
Für die Initiative Essbare Stadt Hofheim heißt das: kreativ werden, um auch über das eigene ehrenamtliche Engagement hinaus Unterstützung zu finden. Dabei kam eine Idee ins Spiel, die bei vielen Unternehmen längst einen festen Platz einnimmt: Corporate Volunteering.
Solche Einsätze laufen häufig auch unter der Bezeichnung „Social Days“. Unternehmen stellen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei voller Bezahlung für einen oder mehrere Tage frei, um sich für gemeinnützige Projekte einzusetzen – sei es in sozialen Einrichtungen oder im Umwelt- und Naturschutz. Unternehmen bietet dies eine hervorragende Möglichkeit, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Den Beschäftigten wiederum eröffnet es die Chance, sich außerhalb des gewohnten Arbeitsumfelds für das Gemeinwohl zu engagieren. Das stärkt nicht nur den Teamgeist, sondern schafft auch neue Gemeinschaftserlebnisse an der frischen Luft.
Dass dieses Konzept auch für das Essbare Klimawäldchen bestens funktioniert, zeigte sich bereits bei der Pflanzung vor einem Jahr. Damals engagierten sich bereits die ersten Teams bei den Vorarbeiten: der Garten- und Landschaftsbau Yilmaz sowie das Forum für Medizinische Fortbildung.
Das war der erfolgreiche Auftakt, um die Idee nun unter dem Motto „SocialDays – da machen wir mit!“ weiter auszubauen. So konnten die Bausparkasse BHW und jüngst Instone Real Estate – beide mit Standort in Frankfurt – als Partner gewonnen werden. Um es vorwegzunehmen: Es war ein voller Erfolg.
Unter der fachkundigen Anleitung von Katharina Kownatzki gingen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an zwei Aktionstagen mit viel Elan und sichtbarer Freude ans Werk. Alle traten so professionell ausgerüstet an, dass jeder Fachbetrieb seine helle Freude gehabt hätte. Schnell wurde deutlich: Hier ging es um weit mehr als das bloße Abarbeiten von Aufgaben. Die Teams packten gemeinsam an, halfen sich gegenseitig und hatten sichtlich Spaß daran, etwas für die Natur und die Gemeinschaft zu tun.
Es wurde gehäckselt, gepflanzt, geschnitten und aufgeräumt. Die Wege erhielten eine frische Schicht Häckselmaterial,was nicht nur sauber aussieht, sondern auch den Boden schützt. Neue Bäumchen wurden gesetzt, um Ausfälle aus den letzten Hitzeperioden zu ersetzen. Zudem wurden die Nistkästen gereinigt und notwendige Pflegeschnitte erledigt. Schritt für Schritt bekam das Klimawäldchen so die Pflege, die seine nachhaltige Entwicklung sichert. Neben vielen positiven menschlichen Begegnungen blieb vor allem eine Erkenntnis: Es braucht nicht immer große Budgets oder komplizierte Konzepte. Ein motiviertes Team, ein Tag Zeit und die Bereitschaft, gemeinsam anzupacken, reichen oft schon aus.
Die Initiative Essbare Stadt Hofheim arbeitet derzeit an konkreten Ideen, um das Klimawäldchen künftig noch stärker als Natur- und Begegnungsort mit pädagogischen Angeboten und Treffmöglichkeiten zu etablieren. Bereits im kommenden Frühjahr soll es losgehen. Auch weiterhin sind engagierte Unternehmen und Teams herzlich willkommen, die das Klimawäldchen unterstützen möchten.
Wer mitmachen will, kann sich direkt an Norbert Preusche wenden (Tel: 06192 6373, E-Mail: marke-p@freenet.de).
Quelle: Stadtverwaltung


