„Du bist gut genug!“ – Frauenfrühstück startet mit Inspiration zur Selbstfürsorge

„Du bist gut genug!“ – Frauenfrühstück startet mit Inspiration zur Selbstfürsorge

Die Tische in 8-er Grüppchen gestellt, lichtdurchflutet die großen Glasfenster, der Kaffee duftet nach einer willkommenen Auszeit und knapp 40 neugierige Frauen tummeln sich am Eingang. Unter dem Motto „Meine beste Freundin!“ startete im Gemeindesaal von St. Peter und Paul in Hofheim das erste MOKKA-Frauenfrühstück seit längerer Pause.

Im Mittelpunkt standen wie immer nicht nur der gesellige Raum für Begegnung, sondern auch die Impulse von Referentin Anke Fliedner, die als Individualpsychologische Beraterin einlud, den Blick auf sich selbst zu richten. „Frauen gehen besser mit anderen um als mit sich selbst“, verriet sie und zeigte mit einfühlsamen Impulsen, wie Frau es schaffen kann, sich für Selbstfürsorge zu sensibilisieren.

Eine Freundin für andere sein – das sei in den meisten Fällen möglich. Eine Freundin für sich selbst sein – schon schwieriger in der Umsetzung. Doch was bedeutet es ganz konkret: Eine beste Freundin zu sein? Viele Frauen waren sich einig: Loyalität und Verschwiegenheit, Hilfsbereitschaft und Vertrauen, sensibel sein für die Bedürfnisse und wertfreie Kommunikation, gut zuhören können und auch mal Blödsinn machen standen ganz oben auf der Freundschaftsskala.

Sich selbst aber begegneten viele eher mit einem kritischen Blick. Was, wenn die eigenen Schwächen zutage treten und man dafür im Boden versinken möchte? Was, wenn Frau Fehler macht und sich nicht selbst verzeihen kann? Was, wenn die Strenge sich selbst gegenüber und die beißende Selbstkritik nicht verstummen? 

Fehlerfreundlichkeit und ein liebevoller Blick könnten die Lösung sein. Das, woran es seit Kindheitstagen mangele, könne das Selbstwertgefühl im Hier und Jetzt wieder aufbauen. „Du bist genug!“ – „Ich bin gut genug!“ Zwei Seiten einer Medaille. „Als Menschen sind wir doch alle irgendwie ok“ und „Fehlerlos ist wohl keine von uns!“, so das Fazit des stimmungsvollen Morgens. Viele Kontakte wurden geknüpft und das Thema schwang auch beim Abbau des Buffets noch lange nach. Der Vormittag bot Gelegenheit auch mal eine ziemlich beste Freundin für sich selbst zu sein: stark und tröstend, aufmerksam und zuversichtlich. So, wie wir es uns von anderen oft wünschten – einfach hoffnungsfroh!

Freuen dürfen sich Interessentinnen schon auf das nächste Frauenfrühstück am 30. September. Dann nimmt uns Angie Henn, Besitzerin des Frankfurter Modegeschäfts Peggy Sue Vintage, unter dem Titel „Nylonstrumpf und Kittelschürze“ mit in die Modewelt und das Frauenbild der 1950er Jahre.

Organisiert wird das MOKKA-Frauenfrühstück von der Katholischen Erwachsenenbildung Main-Taunus (KEB) und dem Fachbereich Soziales der Stadt Hofheim. Die Teilnahme kostet fünf Euro, zahlbar vor Ort. Da die Plätze begrenzt sind, wird um Anmeldung unter keb.maintaunus@bistumlimburg.de oder telefonisch unter 069 8008718-470 gebeten.


Unser Bild oben zeigt Anke Fliedner beim Frauenfrühstück. Sie gab gute Impulse, wie man sich selbst freundlicher und auch freundschaftlicher begegnet.


Quelle: Simone Schupp (Text und Foto)

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