Starker Platz 6: Main-Taunus-Kreis gehört zur deutschen Spitzenklasse

Starker Platz 6: Main-Taunus-Kreis gehört zur deutschen Spitzenklasse

Das ist doch mal eine erfreuliche Nachricht zum Wochenstart: Der Main-Taunus-Kreis gehört zu den erfolgreichsten Regionen Deutschlands – und landet im Vergleich aller 400 Landkreise und kreisfreien Städte auf einem starken 6. Platz. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Studie, die soeben veröffentlicht wurde.

Das Ergebnis betrifft den Main-Taunus-Kreis insgesamt. Welchen konkreten Anteil die Kreisstadt Hofheim – mit angespannter Haushaltslage, begrenzter Gewerbestruktur und zuletzt deutlichen Steuererhöhungen – an diesen Resultaten hat, lässt sich aus der Studie nicht im Detail ablesen.

Ein kleiner Haken bleibt: Bei der wirtschaftlichen Dynamik besteht im Main-Taunus-Kreis weiterhin Luft nach oben.

Herausgegeben wurde die Untersuchung vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. Der Titel lautet: „Zwischen Krisen und Chancen: Regionalentwicklung in Zeiten multipler Herausforderungen“. Drei Forscher haben dafür zahlreiche Daten aus sämtlichen deutschen Regionen ausgewertet und miteinander verglichen.

Entscheidend für das Abschneiden waren dabei drei große Themenbereiche mit insgesamt 14 unterschiedlich gewichteten Faktoren. Dazu zählen etwa wirtschaftliche Kennzahlen wie die kommunale Steuerkraft oder die Höhe der Gewerbesteuerhebesätze, aber auch Aspekte des Arbeitsmarktes – etwa die Beschäftigungsquote von Frauen.

Ein dritter Schwerpunkt ist die Lebensqualität. Hier fließen unter anderem die Ärztedichte, die Zahl der Straftaten, Baugenehmigungen, private Überschuldung, Wanderungsbewegungen oder auch der Anteil naturnaher Flächen in die Bewertung ein.

Die Studie macht dabei deutlich: Hohe Gewerbesteuersätze wirken sich eher negativ auf die Entwicklung einer Region aus. Eine gute medizinische Versorgung dagegen zählt zu den großen Pluspunkten.

An der Spitze des Rankings gibt es wenig Überraschendes: Der Landkreis München verteidigt erneut souverän Platz eins. Danach folgen mehrere starke Regionen aus Bayern und Baden-Württemberg – und direkt dahinter die Rhein-Main-Region.

Platz
Zum Vergrößern anklicken: Diese Karte aus der Studie zeigt das Niveauranking 2026. 400 Landkreise, dunkelblau alle Regionen mit mehr als 52,1 Punkten. Der rote Pfeil zeigt auf den kleinen Main-Taunus-Kreis.

Wörtlich heißt es in der Studie: „Die zweiterfolgreichste Region in Deutschland ist die Stadt Frankfurt/Main und ihr Umland.“ Frankfurt selbst erreicht bundesweit Rang 4, der Main-Taunus-Kreis landet auf Platz 6, dicht gefolgt vom Hochtaunuskreis auf Rang 7. Die Studie: „Ein starker Arbeitsmarkt und eine leistungsfähige Wirtschaft setzen sich im nationalen Vergleich durch. Schwächen offenbaren sich bei der Lebensqualität.“

Hier sind die zehn stärksten Regionen Deutschlands in den Bereichen Lebensqualität, Wirtschaftsstruktur und Arbeitsmarkt im langfristigen Niveauvergleich (Mittelwert: 50):

  • 1. Landkreis München 59,4
  • 2. München 56,1
  • 3. Landkreis Tirschenreuth 55,8
  • 4. Frankfurt am Main 55,4
  • 5. Landkreis Starnberg 55,2
  • 6. Main-Taunus-Kreis 54,9
  • 7. Hochtaunuskreis 54,6
  • 8. Landkreis Erlangen-Höchstadt 54,6
  • 9. Landkreis Miesbach 54,3
  • 10. Landkreis Ebersberg 54,2

Untersucht wurde für die Studie auch die wirtschaftliche Dynamik der Regionen – also die Frage, wie stark sich Städte und Landkreise aktuell wirtschaftlich und strukturell weiterentwickeln.

Dabei zeigt sich nach Angaben der Forscher, dass sich die Wachstumskräfte längst nicht mehr nur auf die klassischen Spitzenstandorte konzentrieren. Auch viele andere Regionen Deutschlands holen spürbar auf. Angeführt wird dieses Dynamikranking überraschend von der brandenburgischen Stadt Cottbus.

Der Main-Taunus-Kreis erreicht im Dynamikvergleich 50,3 Punkte und landet bundesweit auf Rang 156. Das ist zwar eine deutliche Verbesserung gegenüber der vorherigen Untersuchung, im deutschlandweiten Vergleich aber eher solides Mittelfeld. Deutlich besser schneiden die direkten Nachbarn ab: Der Hochtaunuskreis kommt auf Platz 29, Frankfurt am Main landet auf Rang 39.

HN/TR

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