Volksbildungsverein übergibt Schätze aus 100 Jahren an das Stadtarchiv
Inge Neumeyer und Gudrun Kemmann, die aktuelle Vorsitzende und die frühere Vorsitzende des Volksbildungsvereins (VBV), haben dem Stadtarchiv ein Protokollbuch und den Mitgliedsausweis Nr. 1 übergeben. Das Protokollbuch stammt aus dem Jahr 1920, dem Gründungsjahr des Vereins. In ihm sind alle Protokolle der Mitgliederversammlungen bis zum Jahr 2005 aufgeschrieben, so dass dort die wechselvolle Vereinsgeschichte einschließlich der Gleichschaltung in der NS-Zeit und die Wiedergründung nach dem Zeiten Weltkrieg dokumentiert sind.
Mitgliedsausweise gab es erst seit 1955. Der Ausweis Nr. 1 ist ausgestellt auf den Namen Hermann Meyer, einem der verdienstvollen Förderer und ehemaligen Vorsitzenden des Vereins in der Nachkriegszeit. „Das Buch und der Ausweis sind bei uns im Archiv gut aufgehoben“, sagt Bürgermeister Wilhelm Schultze. Der Volksbildungsverein präge das Leben in der Stadt seit mehr als hundert Jahren. „Wer das Protokollbuch aufschlägt – und Sütterlin lesen kann –, blättert auch durch ein Stück Stadtgeschichte.“
Auffällig ist die sogenannte „Frontispizseite“ des Buchs mit den im Jugendstil reich verzierten Worten „Mit Gott“. Dann folgt das Gründungsprotokoll vom 4. Januar 1920. Das Ziel der Vereinsgründer waren Bildung und Wissen für breite Bevölkerungsschichten.
„Wir sind stolz auf diese Tradition und arbeiten weiter im Geist der Gründer“, sagt Inge Neumeyer. „In unserem ehrenamtlichen Team bringt sich jeder mit dem ein, das er kann.“ Wichtig ist ihr auch der Hinweis auf zwei Gründungen, die aus dem Volksbildungsverein hervorgegangen sind: die die Stadtbücherei Hofheim und die Musikschule Hofheim.
Quelle: Stadtverwaltung

