Gegen Krisen und Hoffnungslosigkeit: Junge Frauen gründen „Ostara-Akademie“
Gute Neuigkeiten für Hofheim und die Region: Mit der „Ostara – Akademie junger Frauen“ entsteht in Wallau ein neuer Ort für Bildung, Gemeinschaft und feministische Jugendarbeit. Der dazugehörige Verein „Ostara“ steht kurz vor dem offiziellen Abschluss seiner Registrierung.
Ins Leben gerufen wurde das Projekt von sieben engagierten Frauen aus ganz Deutschland, die einen Großteil ihrer Zeit und Energie ehrenamtlich in dieses Projekt stecken. Den Vorstand bilden Carina Rüffer und Lene Lotz. Carina Rüffer ist 29 Jahre alt, stammt ursprünglich aus Hofheim, studiert und ist beruflich in der lokalen Frauenarbeit aktiv. An ihrer Seite steht die 22-jährige Lene Lotz aus Berlin.
Die Motivation der Gründerinnen entspringt dem Wunsch, den vielen Krisen unserer Zeit – von Krieg und Klimakrise bis hin zu Femiziden, Sexismus und wachsender Hoffnungslosigkeit unter Jugendlichen – etwas entgegenzusetzen. Die Akademie, schreiben sie, solle ein Ort sein, an dem junge Frauen sich ihrer selbst und der Welt, in der wir leben, bewusst werden können, um diese auch zu verändern. „Wirkliche Kraft liegt nicht darin, als einzelne Frau stark zu werden, sondern gemeinsam die Umstände und sich selbst zu verändern.“
Beheimatet ist die Akademie auf einem charmanten alten Hof in der Wiesbadener Straße 3 in Wallau, zu dem auch ein großzügiger Garten gehört. Bei gemeinsamen „Werktagen“ packen alle mit an, um Hof und Garten weiter zu verschönern und auszubauen.
Ostara bietet bereits jetzt ein buntes Portfolio an regelmäßigen Formaten:
- Hofkino: Jeden zweiten Donnerstag im Monat gibt es Kino – mit Filmen über prägende Frauen der Geschichte, Dokus und Spielfilmen, im Anschluss besteht Raum für Diskussionen.
- Frauenfrühstück: Jeden ersten Sonntag im Monat bringt jede etwas Leckeres mit, und die Themen auf den Tisch, die im Alltag gerade beschäftigen.
- Workshops & Vorträge: Von der Geschichte der Frau, physischer und mentaler Selbstverteidigung und dem Einfluss digitaler Medien bis hin zu patriarchalen Strukturen und politischer Bildung.
- Kreativprojekte: Lesewochenenden und Recherche-Wochenenden, aus denen Essays, Bücher, Videos oder Podcasts hervorgehen.
- Exkursionen: Nach Nürnberg und Bacharach (auf den Spuren des Widerstands gegen den Nazi-Faschismus) sind Ausflüge zur Venus vom Hohle Fels und zur Archäo-Akademie nach Blaubeuren geplant.
Die nächsten Termine sind bereits geplant: 6. September, ab 10 Uhr: Frauenfrühstück; 10. September ab 19 Uhr: Hofkino mit einem Film zum Thema „Frauen- und Sklavenbefreiung“.
Für den September ist ein großes Eröffnungsfest geplant, und für Oktober ist der Themenschwerpunkt „Der größte Femizid Europas: Die Hexenverfolgung“ geplant.
Infos gibt es regelmäßig auf Instagram [hier]. Die erst drei Monate junge Akademie will sich parallel vernetzen: „Wir suchen den Austausch mit anderen Bildungsinstitutionen, Initiativen und Frauenprojekten – und freuen uns über jede Kontaktaufnahme.“, schreiben sie. Bei Interesse: Mail an kontakt@ostara-akademie.org.
Unser Bild oben zeigt die Ostara-Vorstandsmitglieder Lene Lotz (li.) und Carina Rüffer.




