Vom „Geister-Laster“ zur neuen Strategie: CDU will Schrottautos den Kampf ansagen

Vom „Geister-Laster“ zur neuen Strategie: CDU will Schrottautos den Kampf ansagen

Der „Geister-Laster“ von Marxheim – Sie erinnern sich? Das Gefährt, das jahrelang den Erlenweg als privaten Abstellplatz missbrauchte, bis unser Bericht und ein roter Zettel der Ordnungspolizei es plötzlich in den „Urlaub“ nach Kriftel schickten. Das mobile Schrott-Theater hat jetzt ein politisches Nachspiel: Die Wallauer CDU hat einen Antrag eingebracht, um der anhaltenden Praxis abgemeldeter Fahrzeuge im Gewerbegebiet ein Ende zu setzen.

Die Wallauer Christdemokraten haben schlichtweg die Nase voll vom ungepflegten Erscheinungsbild ihres Wirtschaftsstandorts. Sie bemängeln, dass Schrottautos nicht nur den knappen Parkraum reduzieren, sondern auch Besuchern und Unternehmen einen „ungepflegten Eindruck des Wirtschaftsstandortes“ vermitteln. Ihr Antrag zielt darauf ab, die Abläufe zwischen der Ordnungspolizei und der tatsächlichen Räumung deutlich zu beschleunigen.

Der Plan der CDU ist dabei ebenso pragmatisch wie naheliegend: Schluss mit dem langen Warten – die Autos sollen schneller aus dem Stadtbild entfernt werden. Statt auf ferne Lösungen zu hoffen, setzt man auf lokale Synergien. Mit dem Car Center Wallau stünde ein zertifizierter Verwertungsbetrieb direkt vor Ort bereit, heißt es in dem Antrag: Als Partner der Stadt könnte dieser die Autos kostenfrei entsorgen – eine Win-Win-Situation für den städtischen Haushalt und die Optik im Gewerbegebiet. Die CDU betont: „Sollte eine kostenfreie Übernahme der Fahrzeuge möglich sein, könnten dadurch sowohl der städtische Haushalt entlastet als auch ein ortsansässiges Unternehmen eingebunden werden.“

Zudem soll konsequent das Verursacherprinzip gelten: Wer sein Auto als Müllhalde auf öffentlichem Grund nutzt, soll das auch finanziell spüren. Die CDU fordert, dass „im Zusammenhang mit der Beseitigung der Fahrzeuge entstehende Kosten konsequent geltend gemacht werden“, um dem Verursacherprinzip zu entsprechen und künftige Verstöße präventiv zu verhindern.

Der Magistrat der Stadt Hofheim ist nun gefordert, sowohl die rechtlichen als auch die organisatorischen Voraussetzungen für dieses Vorgehen zu prüfen und dem Ortsbeirat Bericht zu erstatten. Eines ist jedenfalls sicher: Nach dem Marxheimer Laster-Abenteuer schauen die Bürger nun genauer hin. Das Geister-Auto hat eine Debatte losgetreten, die weit über einen einzelnen rostigen Laster hinausgeht.

HN

Ein Gedanke zu “Vom „Geister-Laster“ zur neuen Strategie: CDU will Schrottautos den Kampf ansagen

  1. Die Situation im Nordring in Hofheim-Nord ist auch nicht viel besser. Anhänger mit Schrott-Autos stehen fast seit einem Jahr dort. Alte Lastwagen und Wohnwagen über Monate hinweg. Es passiert nichts. Die Stadt Hofheim könnte sich ein Beispiel an der Stadt Kelkheim nehmen, die in ihrem Industriegebiet eine Höchstparkdauer von 10 Stunden eingeführt hat. Dies hätte zur Folge, das entweder die Situation verbessert wird – oder aber die Stadt Hofheim (insbesondere das Ordnungsamt) eine Möglichkeit der Handhabe bekommt.

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