Polizei warnt: So werden Goldbesitzer um ihre Schätze gebracht
Der erste Eindruck wirkt absolut seriös: Eine großflächige Anzeige in der Zeitung verspricht Top-Preise, das Geschäft liegt mitten in der Region. Doch wer hier seinen Familienschmuck oder wertvolle Münzen schätzen lässt, erlebt ein böses Erwachen. Das Polizeipräsidium Westhessen – auch für Hofheim zuständig – schlägt jetzt Alarm und warnt die Bürger eindringlich vor einer besonders perfiden Betrugsmasche mit vermeintlich lukrativen Goldankäufen.
Nach Angaben des Präsidiums gehen die Täter äußerst strategisch und dreist vor. Sie schalten vermehrt großflächige Werbeanzeigen in Tageszeitungen, um gezielt Aufmerksamkeit zu generieren und Vertrauen aufzubauen. Um den Eindruck eines etablierten, seriösen Unternehmens aus der Nachbarschaft zu vermitteln, mieten sich die Betrüger kurzfristig in leerstehenden Ladenlokalen oder gewerblichen Räumen ein.
Die Falle schnappt zu, sobald Kunden ihre Wertsachen zur Schätzung vorbeibringen: Unter dem Vorwand, den genauen Wert des Goldschmucks oder der Münzen erst aufwendig prüfen zu müssen, nehmen die vermeintlichen Händler die Ware entgegen, um anschließend mitsamt der Beute spurlos zu verschwinden.
Wer Wochen später nachfragt oder sein Gold zurückfordern möchte, steht fassungslos vor verschlossenen Türen und komplett geräumten Geschäftsräumen.
Wie das Polizeipräsidium mitteilt, handelt es sich hierbei um kein Einzelfallphänomen, da sich solche Fälle derzeit massiv im gesamten Zuständigkeitsgebiet häufen. Deshalb hat die Polizei heute eine offizielle Warnmeldung herausgegeben. Gleichzeitig nehmen die Ermittler auch die Verlage in die Pflicht und appellieren eindringlich an Medienhäuser, Anzeigen für kurzfristige Goldankäufe künftig besonders kritisch zu prüfen und die Auftraggeber im Vorfeld genauer unter die Lupe zu nehmen.
Für Fragen zu dieser Betrugsmasche sowie für Aufklärungs- und Beratungsgespräche steht die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Westhessen unter der Telefonnummer 0611 345-1613 zur Verfügung, Ansprechpartner ist Polizeihauptkommissar Tobias Schummer.
Quelle: Polizeipräsidium Westhessen

