Hofheimer Schüler gewinnt Landeswettbewerb „bunt statt blau“

Hofheimer Schüler gewinnt Landeswettbewerb „bunt statt blau“

Unter dem Motto „bunt statt blau“ haben sich im Frühjahr bundesweit mehr als 6.000 Schülerinnen und Schüler am gleichnamigen Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Rauschtrinken bei Jugendlichen beteiligt. In Hessen stammt das Siegerplakat von Ashton Wittbecker aus Hofheim. Der 17-Jährige besucht die zwölfte Klasse der Main-Taunus-Schule.

Mit seinem Entwurf setzte sich Ashton Wittbecker gegen rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Hessen durch. Gemeinsam mit den weiteren Landessiegerinnen und Landessiegern wurde er nun in Hofheim ausgezeichnet. Die Preise und Urkunden übergaben der hessische Kinderschutzbeauftragte Alexander Bauer sowie DAK-Landeschefin Britta Dalhoff.

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Zum Vergrößern anklicken: Ashton Wittbecker mit seinem Plakat.

„Mit meinem Plakat möchte ich zeigen, dass Alkohol einen Menschen negativ verändert und man schnell nicht mehr man selbst ist. Die blaue Maske steht dabei für das Gefühl von Kontrollverlust, während das Bunte das echte, klare Leben zeigt“, erklärt Ashton Wittbecker. Er habe sich am Wettbewerb beteiligt, weil er sowohl bei Sanitätsdiensten als auch im Freundeskreis erlebt habe, wie stark sich Menschen unter Alkoholeinfluss verändern könnten.

Für seine Arbeit erhielt der Hofheimer Schüler ein Preisgeld von 300 Euro. Der zweite Platz ging an Nina Weber von der Alexander-von-Humboldt-Schule in Aßlar, Rang drei belegte Ann Sophie Bechstein.

Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz betonte die Bedeutung der Präventionskampagne: „Die Kampagne ,bunt statt blau‘ macht auch in diesem Jahr sichtbar, wie gefährlich Alkoholkonsum sein kann.“ Zwar seien die Fallzahlen zuletzt gesunken, dennoch gelte weiterhin: „Jeder Fall ist einer zu viel.“

Auch Britta Dalhoff sieht trotz rückläufiger Zahlen weiterhin Handlungsbedarf. „Trotzdem ist es wichtig, jungen Menschen die Gefahren von Alkohol bewusst zu machen“, sagte die DAK-Landeschefin. Die Kampagne solle deshalb auch in den kommenden Monaten an Schulen präsent bleiben.

Nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamts sank die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die wegen akuten Alkoholmissbrauchs behandelt werden mussten, im vergangenen Jahr in Hessen um rund vier Prozent auf 529 Fälle. Bundesweit registrierte das Statistische Bundesamt 2024 rund 8.700 Krankenhausbehandlungen von 10- bis 19-Jährigen wegen akuter Alkoholvergiftung – der niedrigste Stand seit 2001.

Die im Wettbewerb entstandenen Plakate sollen insbesondere Gleichaltrige ansprechen. Eine Studie des Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) kommt zu dem Ergebnis, dass von Jugendlichen gestaltete Warnmotive eine stärkere sensibilisierende Wirkung entfalten als klassische Warnhinweise.

Im Mai entscheidet eine Bundesjury unter anderem mit dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung Hendrik Streeck über die Bundessiegerinnen und Bundessieger 2026. Die Preisverleihung findet am 2. Juni in Berlin statt.

Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es bei der DAK-Gesundheit.


Unser Bild oben zeigt (v.l.) den Kinderschutzbeauftragten der Hessischen Landesregierung, Alexander Bauer, Nina Weber (2. Platz), Steir Dawood und Hannah Schmidt (Sonderpreis „Junge Talente“), Ashton Wittbecker (1. Platz), Ann Sophie Bechstein (3. Platz) sowie DAK-Landesleiterin Britta Dalhoff. (Bild:  DAK-Gesundheit/Scheuring)


Quelle: DAK

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