Was gepflanzt wurde, wächst – BUND Hofheim zieht positive Bilanz
Der Ortsverband Hofheim im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zieht eine erfolgreiche Bilanz am ersten Jahrestag seiner Pflanzaktionen: Fast alle der gepflanzten Obstbäume und Gehölze sind angegangen und gedeihen gut.
Am 30. November letzten Jahres pflanzte der BUND Ortsverband Hofheim gemeinsam mit der Initiative KräuterZeit insektenfreundliche Wildgehölze in Langenhain. Ein ehemals kultivierter Gemüsegarten am Kasernbach wandelt sich in einen naturnahen Garten um. Gepflanzt wurden ein Herbstapfel und zwei Wildobstbäume: Gelber Edelapfel als Halbstamm, Elsbeere und Speierling; zudem haben vier Sträucher: Blasenstrauch, Kreuzdorn, Felsenbirne und Gemeiner Schneeball einen neuen Platz gefunden. Durch regelmäßiges Wässern, Anbringen von Wildverbissschutz und Freihalten der Pflanzscheibe wuchsen die Neuankömmlinge im ersten Jahr gut an.
Eva Litzius, die ehrenamtliche Leiterin der Initiative KräuterZeit, sagt: „Die Wildgehölze haben sich gut entwickelt. Ich freue mich, dass der naturnahe Garten gedeiht und zu einem lebendigen Biotop wird.“
Zwei Wochen später, am 14. Dezember 2024, veranstaltete der BUND Ortsverband Hofheim unter dem Motto „Pflanz mit uns die Zukunft des faktischen Vogelschutzgebiets Vorderheide 2 / Bauerlöcher Wiesen“ die zweite Baumpflanzaktion des Jahres 2024: auf einem städtischen Grundstück sollte eine Streuobstwiese bepflanzt werden. Gesetzt wurden sechs Hochstammbäume, davon zwei Apfelbäume der Sorte Hofheimer Glanzrenette und je eine Quitte, Schattenmorelle, Zwetschge und Birne.
Gewässert wurden sie je nach Temperatur und Niederschlag ca. alle vier Wochen mit 70 bis 100 Liter Wasser. Damit sollen ihre Wurzeln in die Tiefe treiben, um später längere Trockenperioden durchstehen zu können. Hinzu kam eine sehr starke Population des Frostspanners, der allen Bäumen außer der Hofheimer Renette so stark zusetzte, dass sie kahl gefressen wurden. Trotzdem trieben die Bäume im Frühjahr erneut aus. Zu guter Letzt gab es Ende Mai bis Sommer starken Blattlausbefall, so dass die Blattläuse dreimal im Abstand von einer Woche mit Wasser heruntergespült werden mussten. Im Herbst hatten sich die Bäume bis auf die Birne wieder erholt.
Sylvia Gall, Mitglied des BUND Ortsverbandes Hofheim, sagt: „Eine Anwachsrate von 83 Prozent im ersten Jahr ist eine positive Bilanz nach so einem schweren ersten Jahr. Man darf nicht vergessen, dass die Bäume in der Baumschule unter perfekten Bedingungen bezüglich Wasser, Boden und Pflanzenschutz die ersten drei Jahre herangezogen wurden und der Umpflanzschock in die raue Natur viel Kraft forderte.“
Markus Hartel, Sprecher des Hofheimer BUND Ortsverbandes, ist zuversichtlich: „Wenn neue Obstbäume gepflanzt werden, wird der Lebensraum für das Überleben des Gartenrotschwanzes, von Fledermäusen und vielen seltenen Arten perspektivisch erhalten. Im kommenden Jahr wollen wir die Pflanzaktionen fortsetzen.“Wer sich über artengeschützte Tiere im faktischen Vogelschutzgebiet informieren möchte kann die Steckbriefe des BUND Hofheims hier finden.
Unser Bild oben entstand bei der Pflanzaktion.
Quelle: BUND Hofheim – Foto: Markus-Hartel

