Filmvorführung „Die Möllner Briefe“ im Hofheimer Kino

Filmvorführung „Die Möllner Briefe“ im Hofheimer Kino

Im November 1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln die Leben von Ibrahim Arslan und seiner Familie. Der damals siebenjährige Ibrahim überlebte, verlor aber seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, die von der Stadt weggeheftet, archiviert und nicht an die Familien weitergeleitet wurden. Der Film „Die Möllner Briefe“ folgt Ibrahim bei der Entdeckung dieser Briefe dreißig Jahre danach und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasserinnen und Verfassern. 

moellnerbriefe plakat
Zum Vergrößern anklicken: Das Kinoplakat zum Film.

In Hofheim ist der vielfach ausgezeichnete Film am Sonntag, 19. Oktober, ab 11 Uhr im Filmpalast im Chinon-Center zu sehen. Im Anschluss steht ein Gespräch mit Martina Priessner, der Regisseurin des Films, auf dem Programm.

Der Film beleuchtet nicht nur die Erfahrungen der Überlebenden, er deckt auch die große Solidarität auf, die es damals gab – eine Solidarität, von der die Opfer lange Zeit nichts wussten. Er schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nimmt eine Perspektive des Erinnerns ein, die den Stimmen der Betroffenen den Raum und die Anerkennung gibt, die sie verdienen.

Organisiert wird die Matinee vom Bündnis MTK gegen Rechts mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Karten kosten 15 Euro und sind an der Tageskasse sowie über die Webseite des Kinos erhältlich.

Der Trailer zum Film:

Quelle: MTK gegen Rechts – Foto: Real Fiction / inselfilm produktion

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