Geht ganz einfach! RMV testet die nächste Generation des Fahrkartenkaufs
Kein Ticketkauf mehr am Automaten, kein Anstehen beim Fahrpersonal: Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) testet ein neues digitales Bezahlsystem, das den Nahverkehr in der Region künftig deutlich vereinfachen könnte. Der RMV hat seinen Sitz in Hofheim – deshalb lohnt sich auch für die Kreisstadt der Blick auf das Pilotprojekt, das zeigt, wie das Ticketing im öffentlichen Nahverkehr künftig aussehen könnte.
Gemeinsam mit der HEAG mobilo und der IVU Traffic Technologies AG startet der RMV ein einjähriges Pilotprojekt für sogenanntes ID-Based Ticketing. Getestet wird das System, dass jetzt in einer Pressemitteilung vorgestellt wurde, zunächst beim AirLiner, der Darmstadt mit dem Frankfurter Flughafen verbindet.
Die Idee: Fahrgäste steigen ein, halten ihre Bankkarte, ihr Smartphone oder ihre Smartwatch an ein Lesegerät und können sich anschließend entspannt zurücklehnen. Das Ticket wird automatisch im Hintergrundsystem gespeichert. Bei einer Kontrolle reicht es aus, das verwendete Bezahlmedium erneut an das Kontrollgerät zu halten.
Besonders profitieren sollen Fahrgäste, die bereits über eine Zeitkarte, ein Jobticket oder ein Deutschlandticket verfügen und lediglich einen Zuschlag für die AirLiner-Strecke benötigen. Dieser kann künftig direkt beim Einstieg digital bezahlt werden – ohne zusätzlichen Kaufvorgang beim Fahrpersonal.
„Über 80 Prozent unserer AirLiner-Fahrgäste verfügen bereits über Fahrkarten, die den Grundfahrpreis abdecken und müssen damit nur den Zuschlag kaufen“, sagt HEAG-mobilo-Geschäftsführer Arne Rath. Das Pilotprojekt verfolge deshalb zwei Ziele: „Neue, moderne Formen des Ticketings auszutesten und gleichzeitig den Bezahlvorgang im AirLiner zu beschleunigen.“
Pilotprojekt des RMV könnte auch für Hofheim relevant werden
Die Einführung eines bargeldlosen Bezahlvorgangs hatte den AirLiner bereits im vergangenen Jahr schneller gemacht. Gerade für internationale Reisende sei dies eine Erleichterung gewesen, so der Verkehrsbetreiber.
Nun soll der nächste Schritt folgen: ein Ticketkauf ohne Tarifkenntnisse und ohne vorherige Registrierung in einer App. Die Technologie greift auf Bezahlmedien zurück, die viele Menschen ohnehin täglich nutzen.

„ID-basierte Ticketsysteme sind eine moderne Vertriebstechnologie, die wir mit dem Pilotprojekt im AirLiner für das gesamte RMV-Gebiet im realen Einsatz erproben und vorantreiben“, erklärt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. Ziel sei es, den Ticketerwerb für Fahrgäste möglichst einfach und intuitiv zu gestalten.
Gerade der AirLiner sei dafür ein geeignetes Testfeld: Die Verbindung wird von Pendlerinnen und Pendlern, Gelegenheitsfahrern sowie internationalen Gästen genutzt – also von sehr unterschiedlichen Fahrgastgruppen.
Das Pilotprojekt soll nun zeigen, ob ein einfacherer digitaler Zugang zum Nahverkehr die Abläufe verbessern kann. Die Erfahrungen aus dem einjährigen Test könnten später auch für andere Angebote im gesamten RMV-Gebiet relevant werden – und damit möglicherweise auch Auswirkungen darauf haben, wie Fahrgäste künftig in Hofheim und der Region ihre Tickets kaufen.



Das wird nicht funktionieren und ich werde es niemals benutzen. Wieso sollte ich meine Kreditkartendaten einer Firma anvertrauen, die nicht einmal ihre digitalen Anzeigetafeln im Griff hat?