Spurensuche im Taunus: Rundfahrt zu Orten der NS-Geschichte

Spurensuche im Taunus: Rundfahrt zu Orten der NS-Geschichte

Die Geschichte des Nationalsozialismus hat auch im Taunus sichtbare und oft vergessene Spuren hinterlassen. Die Alternative Taunusrundfahrt „Vernichtung durch Arbeit“ der Katholischen Erwachsenenbildung Hochtaunus (KEB) macht diese historischen Orte am Samstag, 27. Juni 2026, von 8:30 bis 18:00 Uhr zum Ziel einer besonderen Spurensuche.

Die Rundfahrt, zu der auch Hofheimerinnen und Hofheimer eingeladen sind, führt zu ausgewählten historischen Stätten und macht sichtbar, wie eng auch unsere Region in die Planungen, Strukturen und Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes eingebunden war. Ziel ist es, die Erinnerung an dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte wachzuhalten und historische Zusammenhänge direkt vor Ort erfahrbar zu machen.

Die erste Station ist das ehemalige Führerhauptquartier „Adlerhorst“ in Ziegenberg / Wiesental. Die Anlage war unter anderem für die geplante „Operation Seelöwe“ vorgesehen, diente später als Heeresgenesungsheim und wurde während der Ardennenoffensive zum Hauptquartier des Oberbefehlshabers West.

Anschließend führt die Fahrt zum Schloss Kransberg. Das Schloss gehörte zum Führerhauptquartier „Adlerhorst“ und war zeitweise Hauptquartier führender Nationalsozialisten wie Heinrich Himmler und Hermann Göring. Zudem befand sich hier mit dem Lager „Tannenwald“ ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. Nach Kriegsende nutzten die Alliierten das Gelände als Vernehmungszentrum „Dustbin“.

Die dritte Station ist der Hasselborner Tunnel bei Grävenwiesbach. Der mehr als 1.300 Meter lange Eisenbahntunnel wurde im Zweiten Weltkrieg als sogenannter „Führertunnel“ genutzt. In seiner Umgebung befanden sich Einrichtungen der Luftwaffe sowie Produktionsstätten für Rüstungsgüter. Zudem bestand hier ein Außenlager des Arbeitserziehungslagers Frankfurt-Heddernheim.

Zum Abschluss besucht die Gruppe das Gelände des ehemaligen Flugplatzes Merzhausen. Der Flugplatz war Einsatzhafen der Luftwaffe und zugleich Flugplatz des Führerhauptquartiers „Adlerhorst“. Auch hier befand sich ein Außenlager des SS-Sonderlagers beziehungsweise Konzentrationslagers Hinzert.

Während der Rundfahrt erläutert der Bad Homburger Lokalhistoriker Bernd Vorlaeufer-Germer die historischen Hintergründe und ordnet die besuchten Orte in die Geschichte des Nationalsozialismus, des Zweiten Weltkriegs sowie des Systems von Zwangsarbeit und Konzentrationslagern ein.

Eine Mittagspause in einer Gaststätte ist vorgesehen. Die Kosten für die Verpflegung tragen die Teilnehmenden selbst. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro. Die Gebühr wird nach der Veranstaltung per SEPA-Lastschrift eingezogen. Anmeldungen sind per E-Mail an keb.hochtaunus@bistumlimburg.de oder telefonisch unter 069 800 87 18 470 möglich.

Eine Mittagspause in einer Gaststätte ist vorgesehen. Die Kosten für die Verpflegung tragen die Teilnehmenden selbst.

Bei der Anmeldung sollte der gewünschte Zustiegsort angegeben werden:

  • 8:30 Uhr – Hofheim, Bahnhof/Busbahnhof (unterhalb des Bahnhofs)
  • 9:00 Uhr – Bad Homburg, Bahnhof/Busbahnhof (vor dem „Gambrinus“)
  • 9:30 Uhr – Wehrheim, Bahnhof (Treffpunkt vor dem Bahnhof)

Die Rückkehr ist zwischen 17 und 18 Uhr vorgesehen.

Quelle: KEB Bistum Limburg

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