Stadt informiert: Nächste Schritte zur klimafreundlichen Wärmeversorgung

Stadt informiert: Nächste Schritte zur klimafreundlichen Wärmeversorgung

Die Stadtverwaltung Hofheim informiert zum Projekt „Kommunale Wärmeplanung“. Vor zwei Wochen hatte sie es vor rund 100 Bürgern vorgestellt – jetzt wurde dazu die folgende Pressemitteilung herausgegeben:

Die Kreisstadt Hofheim am Taunus geht die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung: Nach dem einstimmigen Beschluss der kommunalen Wärmeplanung in der Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2025 beginnt nun die Umsetzung erster Maßnahmen. Mit dem abgeschlossenen Wärmeplan gehört Hofheim zu den ersten Kommunen in Hessen, die eine entsprechende strategische Grundlage erarbeitet und beschlossen haben.

„Mit der kommunalen Wärmeplanung stellen wir heute die Weichen für die Energieversorgung von morgen. Sie ist ein wichtiger Baustein, um unsere Stadt langfristig resilient, klimafreundlich und unabhängig von fossilen Energien zu machen“, ist sich Erster Stadtrat Daniel Philipp sicher. Die Wärmeplanung bildet die strategische Grundlage für die zukünftige Ausrichtung der Wärmeversorgung in der Kreisstadt. Sie zeigt auf, wie der Wärmebedarf langfristig klimafreundlich gedeckt werden kann, welche Potenziale vor Ort bestehen und in welchen Bereichen sich beispielsweise Wärmenetze oder dezentrale Lösungen anbieten. Damit dient sie sowohl der Stadt als auch Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen als wichtige Orientierung. 

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Der Abschlussbericht „Kommunale Wärmeplanung der Kreisstadt Hofheim am Taunus“ (zur Downloadseite aufs Bild klicken)

Im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung am 24. März 2026 wurden die Ergebnisse der Wärmeplanung vorgestellt. Neben den zentralen Erkenntnissen standen insbesondere die identifizierten Eignungsgebiete für unterschiedliche Wärmeversorgungsarten sowie konkrete nächste Schritte im Fokus. Die Veranstaltung wurde von vielen interessierten Bürgerinnen und Bürgern genutzt, um sich aus erster Hand zu informieren.

Zudem wurden zwei mögliche Zukunftsprojekte vorgestellt: Zum einen die Perspektive eines Wärmenetzes, das vom geplanten Rechenzentrum in Marxheim ausgeht und dessen Abwärme genutzt werden könnte. Zum anderen wurde das Potenzial der Geothermie aufgezeigt, mit der Teile der Innenstadt und der Altstadt mit Wärme versorgt werden könnten.

Ergänzend standen an diesem Abend auch externe Fachleute für Fragen zur Verfügung: Vertreterinnen und Vertreter der Landesenergieagentur Hessen (LEA), des Energieversorgers Syna, des Energie-High-Tech-Unternehmens greenventory aus Freiburg sowie die Energieberatung des Main-Taunus-Kreises boten individuelle Beratung an und gaben praktische Hinweise rund um Energieeffizienz, Wärmenetze und vielem mehr.

Wärmeplanung: Tool im Internet soll Hauseigentümern helfen

Ein besonderes Augenmerk liegt nun auf der Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger bei der Umsetzung eigener Maßnahmen. Hier setzt die Stadt Hofheim auf ein neues digitales Angebot: Mit dem Sanierungstool „heatfind“, das im Rahmen der Veranstaltung erstmals vorgestellt wurde, können Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Gebäude online analysieren lassen und erhalten darauf aufbauend konkrete Vorschläge für energetische Verbesserungen und passende Fördermittel.

„Mit dem Tool geben wir den Bürgerinnen und Bürgern ein einfach nutzbares Instrument an die Hand, um den energetischen Zustand ihres Gebäudes besser einschätzen und konkrete Schritte ableiten zu können“, erläutert Klimaschutzmanagerin Monique Delbos. Das Tool ist ab sofort verfügbar und auf der städtischen Internetseite im Bereich „Klimaschutz und Umwelt“ zu finden [hier]. Die Nutzung ist exklusiv für Hofheimer Bürgerinnen und Bürger vorgesehen. Fragen können jederzeit per E-Mail an waermeplanung@hofheim.de gerichtet werden.

Mit diesem Angebot möchte die Stadt den Einstieg in die energetische Sanierung erleichtern und gleichzeitig die Ziele der kommunalen Wärmeplanung weiter voranbringen. Denn klar ist: Die Wärmewende wird nur gelingen, wenn sie gemeinsam umgesetzt wird.

Quelle: Stadtverwaltung

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