Vom Gebet zur Tat: 40 Jahre Assisi und die Zukunft des multireligiösen Dialogs
Frieden und interreligiöser Dialog gehen auch die Menschen in Hofheim an: Da die Kreisstadt zum Bistum Limburg gehört, strahlt das Jubiläum des historischen Weltgebetstreffens von Assisi direkt in die Kreisstadt aus. Eine Veranstaltung im benachbarten Frankfurt greift diese wichtige Initiative auf und lädt dazu ein, das friedliche Miteinander der Religionen im Alltag und in gemeinsamen Feiern zu vertiefen.
In einer Pressemitteilung der Katholische Erwachsenenbildung (KEB) wird für die Teilnahme geworben. Es heißt dort:
Frieden beginnt dort, wo Menschen einander begegnen. Vor vierzig Jahren wurde diese Überzeugung in Assisi zu einem historischen Ereignis: Papst Johannes Paul II. versammelte Vertreterinnen und Vertreter der Weltreligionen zu einem gemeinsamen Friedensgebet. Das Jubiläum dieses wegweisenden Treffens ist Anlass für einen Abend im Haus am Dom, der Geschichte, Gegenwart und Zukunft des interreligiösen Dialoges miteinander verbindet.
Unter dem Titel „40 Jahre Weltgebetstreffen von Assisi – Von der theologischen Diskussion zur Praxis multireligiöser Feiern“ sind Interessierte am Dienstag, 27. Oktober, von 18 bis 21:30 Uhreingeladen, sich mit einer Frage auseinanderzusetzen, die aktueller kaum sein könnte: Wie können Menschen unterschiedlicher Religionen gemeinsam für Frieden, Gerechtigkeit und Verständigung eintreten, ohne ihre eigene religiöse Identität aufzugeben?
Das Weltgebetstreffen von Assisi hat den interreligiösen Dialog nachhaltig geprägt. Vier Jahrzehnte später gehören Begegnungen und gemeinsame Feiern von Menschen unterschiedlicher Religionen vielerorts zum gelebten Miteinander. Zugleich bleiben Fragen nach theologischen Grundlagen und Möglichkeiten solcher Formen des Gebets und der Begegnung aktuell. Die Veranstaltung verbindet wissenschaftliche Reflexion mit Erfahrungen aus der Praxis und lädt dazu ein, dieses Spannungsfeld näher kennenzulernen.
Den Auftakt gestalten Prof. Dr. Tobias Specker von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen und Pfarrerin Dr. Ilona Klemens von der Evangelischen Studierendengemeinde Frankfurt. Anschließend bringen Landesrabbiner Prof. Dr. Jehoshua Ahrens, Imam Mustafa Cimşit und Nura Froemel, Vorsitzende des Rates der Religionen Frankfurt, ihre Perspektiven auf das gemeinsame Beten und Feiern der Religionen ein. In einer moderierten Podiumsdiskussion kommen die Mitwirkenden miteinander ins Gespräch. Den Abschluss bildet eine multireligiöse Feier, die das Thema des Abends unmittelbar erlebbar macht.
Veranstaltet wird der Abend von der diözesanen Koordinierungsgruppe Islam im Bistum Limburg (dki) in Zusammenarbeit mit dem Haus am Dom – Katholische Akademie Rabanus Maurus, CIBEDO, der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, der Katholischen Stadtkirche Frankfurt am Main, dem Rat der Religionen Frankfurt sowie der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Limburg (KEB). Der Eintritt ist frei.
Quelle: Katholische Erwachsenenbildung

