Ab 1. Februar: Gelbe Tonnen in Hofheim werden nicht mehr geleert
Ab dem 1. Februar werden privat angeschaffte gelbe Tonnen in Hofheim nicht mehr geleert. Wie die Stadt mitteilt, nimmt der zuständige Dienstleister, die Firma Meinhardt in Wallau, künftig nur noch gelbe Säcke mit – gelbe Tonnen bleiben stehen.
Hintergrund: Die Kommunen im Kreis haben mit dem Dualen System Deutschland Vereinbarungen über die Sammlung von Verpackungsmüll getroffen. Ausschreibungspflichtig wurde danach das Einsammeln von gelben Säcken, nicht von gelben Tonnen.
Die Firma Meinhardt hatte die Tonnen bislang aus Kulanz geleert, sieht sich dazu jedoch nicht länger in der Lage. Laut städtischer Mitteilung sei die Leerung der Tonnen aufwendig, während das Einsammeln der Säcke deutlich schneller gehe. Zudem habe es zahlreiche Reklamationen wegen beschädigter privater Tonnen gegeben. Eine Verantwortung dafür könne das Unternehmen nicht übernehmen.
Weiterhin geleert werden die großen 1.100-Liter-Container vor Mehrfamilienhäusern mit mehr als zehn Parteien. Auch hier gilt: Nur transparente Säcke werden akzeptiert, blickdichte Säcke führen zur Verweigerung der Leerung. Hintergrund: In blickdichten Säcken werde häufig Restmüll versteckt, der von den Wertstoffhöfen nicht angenommen wird.
Bei manchen Bürgern stößt die Regelung auf Unmut. Einige hatten sich extra eine gelbe Tonne angeschafft – diese steht nun ungenutzt herum. Und Tanja K. schreibt: „Wenn man sich in Hofheims Straßen umschaut, entdeckt man viel Müll, der aus den Säcken stammt, die den kleinsten Wettereinflüssen nicht standhalten – von Nagetieren mal ganz abgesehen. Ist das im Sinne des Erfinders?“
Sie weist auch auf eine eine Verschiebung der Verantwortung hin: Stadt und Entsorger erwarten, dass die Anwohner den herumliegenden Müll selbst entfernen – während die Gebühren gleichbleiben.
Quelle: Stadt Hofheim

