Akkus und Solarmodule brannten – Millionenschaden in Hattersheim
Bei einem Brand in einer Halle in Hattersheim, in der Akkus und Solarpaneele gelagert waren, entstand in der Nacht ein Millionenschaden. Ein Großaufgebot der Feuerwehren aus Hattersheim, Hofheim und Hochheim sowie Rettungsdienste und Polizei rückte aus. Die Bevölkerung wurde aufgrund der giftigen Rauchentwicklung gewarnt.
Gegen 1:45 Uhr hatte die Brandmeldeanlage in einem zweistöckigen Büro- und Lagerkomplex in der Schulstraße ausgelöst. Als die ersten Kräfte eintrafen, schlugen bereits Flammen aus dem zweiten Obergeschoss des unbesetzten Gebäudes. Die dort gelagerten Akkus und Solarmodule fachten den Brand weiter an, was die Löscharbeiten erheblich erschwerte. Zudem sind brennende Akkus und Solarpaneelen stark hitzeintensiv, giftig, schwer zu löschen und potenziell explosiv.
Die Polizei teilte am Morgen mit: „Die Löschung des Brandes gestaltete sich bislang schwierig, da aufgrund der hohen Hitzeentwicklung das Gebäude zu keinem Zeitpunkt betreten werden konnte. Im weiteren Verlauf stürzte zudem das Dach ein.“ Auch am Morgen waren die Einsatzkräfte noch mit umfangreichen Nachlöscharbeiten beschäftigt.
Der Schaden wird derzeit auf einen unteren siebenstelligen Betrag geschätzt. Verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand. Aufgrund der starken Rauchentwicklung warnte die Leitstelle die Bevölkerung über die App „Katwarn“: Die Verbrennung von Akkus und Solarmodulen setzt giftige Gase wie Kohlenmonoxid, Fluorwasserstoff und Cyanide frei. Der Rauch ist für Menschen extrem gefährlich, schon eine kurze Einatmung kann gesundheitliche Schäden verursachen.
Zur Ursache des Feuers gibt es bislang keine Erkenntnisse. Hinweise auf ein strafbares Verhalten liegen nicht vor. Die Kriminalpolizei der Polizeidirektion Main-Taunus ermittelt und nimmt Hinweise unter (06196) 2073-0 entgegen.
Quelle: Polizei Westhessen

