„Gesichter für ein gesundes Miteinander“: varisano-Kliniken ausgezeichnet

„Gesichter für ein gesundes Miteinander“: varisano-Kliniken ausgezeichnet

Zum fünften Mal hat die Krankenkasse DAK Projekte ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für Respekt, Toleranz, Prävention und ein gesundes Miteinander einsetzen. Unter dem Titel „Gesichter für ein gesundes Miteinander“ werden jährlich Vereine, Gruppen, Organisationen und Betriebe geehrt, die sich mit kreativen Ansätzen für Gesundheitsförderung und gesellschaftlichen Zusammenhalt starkmachen. Die Preisträger erhalten Geldpreise zur Weiterentwicklung ihrer Initiativen.

In diesem Jahr zählt das Projekt „Sepsis MTK“ der varisano-Kliniken – zu denen auch das Krankenhaus Hofheim gehört – zu den ausgezeichneten Initiativen. Die hessische Landesjury vergab den dritten Platz an das umfassende Aufklärungs- und Unterstützungsprojekt.

„Wir sind stolz, als varisano Teil der Vorreiterregion Sepsis Main-Taunus-Kreis zu sein“, teilen die Kliniken mit. Das Projekt habe es sich zum Ziel gesetzt, lebensrettendes Wissen über medizinische Notfälle wie Sepsis, Schlaganfall und Herzinfarkt auf verständliche Weise zu vermitteln.

Laut DAK bringt „Sepsis MTK“ entsprechende Informationen in Schulen, Unternehmen, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdienste. Moderne und leicht zugängliche Materialien sollen die Aufklärung nachhaltig verankern.

Seit 2024 verfolgt das Projekt zusätzlich ein innovatives Konzept: das Akutlotsen-System. Dieses soll Angehörige im Notfall bis zu zehn Tage lang unbürokratisch unterstützen – von Kinderbetreuung über Tierpflege bis hin zu Behördengängen. Getragen wird die Initiative von einem breiten Netzwerk aus medizinischen Fachkräften, Kommunalpolitik, Lehrkräften und Betroffenen. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, ohne Panik zu schüren, und Mut zum schnellen Handeln zu machen.

Der Erfolg zeigt sich bereits: Eine eigene Homepage, ein Radiospot, umfangreiche Medienberichte sowie neue Lehrmaterialien, eine Notfall-App, ein Gebärdensprachfilm und sogar ein Maskottchen machen das Projekt weithin sichtbar. Im Main-Taunus-Kreis erkennen inzwischen deutlich mehr Menschen eine Sepsis rechtzeitig. Zudem wurden sämtliche Rettungskräfte, Erzieherinnen und Erzieher sowie Oberstufenschülerinnen und -schüler geschult.

Als treibende Kraft gilt Prof. Michael Booke, Chefarzt der Anästhesie am Krankenhaus Bad Soden. Gemeinsam mit Co-Initiatorin Marion Pfeiffer nahm er die Auszeichnung von Britta Dalhoff, Leiterin der DAK-Landesvertretung Hessen, entgegen.

Marion Pfeiffer betont die Bedeutung des Projekts: „Unser Ziel ist es, die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Sepsis im Main-Taunus-Kreis entscheidend zu verbessern. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Kliniken, Rettungsdiensten und Arztpraxen optimieren wir Diagnose- und Therapieprozesse. Vor allem aber möchten wir die Bevölkerung für die Gefahren der Sepsis sensibilisieren.“


Unser Bild oben zeigt Anästhesie-Chefarzt Prof. Michael Booke und Co-Initiatorin Marion Pfeiffer bei der Preisverleihung mit Britta Dalhoff (r.), Leiterin der DAK-Landesvertretung Hessen.


Quelle: DAK, varisano-Kliniken

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