Kommunalwahl 2026: Bürgermeister Wilhelm Schultze kandidiert auf Platz 1
Die Wählervereinigung Bürger für Hofheim (BfH) hat ihre Kandidatenliste für die Kommunalwahl am 15. März 2026 aufgestellt. Die Liste, so heißt es in der Pressemitteilung, vereine ein erfahrenes und engagiertes Team, das sich für eine verantwortungsvolle, zukunftsorientierte und bürgernahe Weiterentwicklung Hofheims einsetzen wolle.
Angeführt wird die Liste von Bürgermeister Wilhelm Schultze (29). „Ich habe es mir nicht leichtgetan als Bürgermeister auf die Liste für die Kommunalwahl zu gehen. Das vergangene Jahr mit dem Bürgermeisterwahlkampf und der Zeit danach hat allerdings gezeigt, dass leider sehr viele Bürgerinnen und Bürger mich fälschlicherweise bei den Freien Wählern verorten. Diesem Missverständnis möchten wir mit meinem Namen auf der Liste vorbeugen“, betont Schultze.
Auf Platz 2 folgt Tanja Lindenthal (46), Fraktionsvorsitzende der BfH. Die Hausverwalterin und Heilpraktikerin engagiert sich intensiv für Umweltthemen und nachhaltige Entwicklung, unter anderem als Vorstandsmitglied des BUND Ortsverbandes Hofheim. Sie ist aktuell für die BfH im Bau- und Umweltausschuss sowie im Forstausschuss vertreten. Tanja Lindenthal erklärt ihre Motivation: „Nachhaltigkeit, Wald-, Umwelt- und Naturschutz sind keine Zusatztätigkeit, sondern müssen die Basis unserer Entscheidungen sein – besonders beim Bauen und der Stadtplanung. Ich möchte im Sinne zukünftiger Generationen gezielt umweltschonende Lösungen voranbringen.“
Platz 3: Helmut Henrich (68). Der Bestatter in Rente bringt seine umfangreiche Erfahrung aus über 20 Jahren kommunalpolitischer Tätigkeit ein. Er ist aktuell für die BfH Mitglied des Magistrats und ist tief verwurzelt in Hofheim, unteranderem durch sein Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr und dem Schützenverein. Seine Schwerpunkte liegen in der Stärkung des Ehrenamts und der lokalen Sicherheit.
INFO: Der Bürgermeister als Scheinkandidat
Ein Bürgermeister kann sich zwar für ein Mandat im Stadtparlament bewerben und auch gewählt werden. Wird er tatsächlich gewählt, muss er sich jedoch entscheiden: Entweder bleibt er Bürgermeister – oder er wird Stadtverordneter. Beides gleichzeitig ist nicht erlaubt.
Da ein Bürgermeister das Mandat in der Regel gar nicht annehmen will, bezeichnet man ihn in diesem Fall als „Scheinkandidaten“ – Kritiker sprechen auch von „Wählertäuschung“ oder sogar „Wählerbetrug“. Die Kandidatur eines hauptamtlichen Verwaltungschefs dient nämlich vor allem dazu, zusätzliche Stimmen für seine Partei zu gewinnen. Ein Bürgermeister ist bekannt, genießt oft großes Vertrauen und erzielt deshalb viele Stimmen. Davon profitieren andere Kandidatinnen und Kandidaten seiner Partei, die durch dieses Stimmenplus eher ins Parlament einziehen können.
Die weiteren Plätze belegen Persönlichkeiten mit vielfältigem Hintergrund und langjährigem Engagement, heißt es in einer Pressemitteilung der BfH weiter.
Platz 4: Yvonne Guretzka (43). Die Hofheimer Logopädin ist vielseitig engagiert. Sie ist musikalisch im Musical-Verein auf und neben der Bühne aktiv, bildet ihren Hund zum Therapie-Begleithund sowie zum Fährtenhund aus und ist sportlich engagiert. Sie bringt insbesondere die Perspektive von Inklusion und die Förderung von sozialen und kulturellen Angeboten in die BfH ein.
Platz 5: Michael Schulze (66). Als Datacenter Manager in Rente und langjähriger Stadtverordneter widmet er sich dem Ausbau und der Verbesserung von Kindertagesstätten, Maßnahmen gegen Hitzeperioden (Klimaanpassung) und der Förderung gelebter Inklusion. Er engagiert sich aktiv in der Betriebskommission, im Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur, Soziales und Integration sowie im Ortsbeirat Kernstadt und ist unter anderem im Vorstand der Senioren-Nachbarschaftshilfe Hofheim und des Familientreffs Hofheim.
Platz 6: Mert Sahiner (31). Der Polizeibeamte bringt frische Ideen und Motivation in die Wählervereinigung. Er möchte sich besonders für die Themen Jugend, Sicherheit und moderne Verwaltung einsetzen.
Platz 7: Klaus Schreiber (66). Der bauleitende Techniker im Ruhestand ist in der Hofheimer Kernstadt verwurzelt und war mehrere Jahre in der Waldjugend Hessen aktiv. Er verfügt über umfassende technische Kenntnisse und setzt sich für eine nachhaltige und durchdachte Infrastrukturplanung ein.
Platz 8: Patrick Stommel (51). Der verheiratete Vertriebskaufmann und Vater zweier Kinder ist Beisitzer im BfH-Vorstand. Er verbringt seine Freizeit gerne mit sportlichen Aktivitäten in der Natur und möchte die Förderung von Sport- und Freizeitangeboten in der Natur Hofheims vorantreiben.
Platz 9: Ralf Naundorf. Als Geschäftsführer mit mehr als 30 Jahren Erfahrung im Bereich Digitalisierung und eigenen Erfahrungen im Bereich energetische Sanierung lebt er nach dem Motto: Eine lebenswerte Zukunft für die Jugend und dabei auch die älteren Menschen unterstützen.
Platz 10: Rainer Aßmann (51). Der Angestellte bei der Krankenkasse Barmer ist ein begeisterter Eintracht-Frankfurt-Fan sowie musik- und wanderbegeistert. Er engagiert sich für eine starke Gemeinschaft, soziale Gerechtigkeit und die Unterstützung lokaler Vereine und Kulturschaffender.
Die Fraktionsvorsitzende Tanja Lindenthal kommentiert die breite Aufstellung der Liste: „Unsere Liste ist eine hervorragende Mischung aus Erfahrung, Fachwissen und neuen Impulsen. Wir vereinen Jung und Alt und bringen Expertise aus der Verwaltung, dem Ehrenamt und der freien Wirtschaft ein. Das macht uns zur stärksten, bürgernahen Kraft, die Hofheim für die kommenden Herausforderungen benötigt.“
Auf den Ehrenplatz 34 für die Stadtverordnetenversammlung kandidiert Katharina Eitel, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin sowie Mitglied im Ortsbeirat Lorsbach. Sie wechselt künftig in den Vorstand der Wählervereinigung. „Auch wenn ich nicht mehr auf einem der vorderen Plätze kandidiere, werde ich meine gesamte Erfahrung und mein Engagement in den Vorstand einbringen. Mein Dank gilt der gesamten Wählervereinigung für die jahrelange gute Zusammenarbeit – ich freue mich darauf, die BfH auch in neuer Funktion aktiv zu unterstützen“, so Katharina Eitel zu ihrem Wechsel.
Die BfH, so heißt es abschließend, sei überzeugt, mit dieser Mischung aus fachlicher Kompetenz, ehrenamtlichem Herzblut und frischen Impulsen Hofheim nachhaltig, verantwortungsvoll und bürgernah weiterentwickeln zu können.
Quelle: Bürger für Hofheim


