SPD-Liste zur Kreistagswahl: 23-Jährige aus Hofheim auf Platz 2
Die SPD Main-Taunus hat bei einem Parteitag in Hofheim ihre Kandidaten und Kandidatinnen für die Kreistagswahl bestimmt: Neben Spitzenkandidat Dr. Philipp Neuhaus führen die erst 23 Jahre alte Juso-Vorsitzende Penelope Guckler und SPD-Kreisvorsitzender Bernhard Köppler – beide kommen aus Hofheim – die Liste an. Hier der Bericht der SPD:
„Wir freuen uns sehr, dass mit Dr. Philipp Neuhaus der über die Parteigrenzen hinweg geschätzte Vorsitzende unserer SPD-Kreistagsfraktion erneut als Spitzenkandidat antritt. Unter unseren Kandidierenden haben wir sowohl erfahrene Kreispolitiker und Kreispolitikerinnen als auch viele neue Gesichter versammelt, je zur Hälfte Frauen und Männer, wie für uns Sozialdemokraten selbstverständlich, und aus allen Städten und Gemeinden des Kreises“, beschreibt Bernhard Köppler den SPD-Listenvorschlag, „wir wollen den Menschen im Kreis mit einem bunten Team ein spannendes Angebot für die Kreistagswahl machen.“
Auf den ersten 25 Plätzen treten am 15. März nächsten Jahres an: Dr. Philipp Neuhaus (Hattersheim), die Juso-Vorsitzende Penelope Guckler (Hofheim), SPD-Vorsitzender Bernhard Köppler (Hofheim), Julia Ostrowicki (Kelkheim), Bürgermeister Alexander Immisch (Schwalbach), Hofheims ehemalige Bürgermeisterin Gisela Stang, Flörsheims ehemaliger Bürgermeister Michael Antenbrink, Dr. Martina Helmerich (Bad Soden), Marcus Heße-Nuß (Hochheim), Eva Sauter (Eschborn), Alexander Tulatz (Hofheim), Daniela Paul (Hattersheim), Manuel Schiewe (Hattersheim), Susanne Martinez de Una (Liederbach), Elmar Döhler (Eppstein), Schwalbachs ehemalige Bürgermeisterin Christiane Augsburger, Philipp Moritz (Flörsheim), Dunja Amani (Hochheim), Klaus Störch (Flörsheim), Dr. Claudia Ludwig (Schwalbach), Moritz Löw (Kelkheim), Clara Einhaus (Kriftel), Daniel Backes (Kriftel), Prof. Dr. Galina Putjata (Flörsheim) und Dr. Sven Essel (Sulzbach).
Spitzenkandidat Dr. Philipp Neuhaus schildert seine Motivation mit einer sehr persönlichen Rede. Erschüttert zeigt er sich, wie nah die Bedrohung durch politische Extreme insbesondere von Rechtsaußen für unsere Demokratie auch bei uns vor Ort ist: „Gegen Hass und Hetze stehen wir Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen immer und überall auf! Ich will meinen Kindern einmal sagen können, wir haben uns rechtzeitig für unsere Demokratie engagiert. Und ich will mit ihnen mit Zuversicht und Optimismus in die Zukunft schauen können.“

Auch spezifische MTK-Themen spricht Dr. Neuhaus an, besonders die Schieflage der Kreisfinanzen, die Städte und Gemeinden unter ihren finanziellen Sorgen zusätzlich ächzen ließe, weil der Main-Taunus-Kreis ohne Rücksicht die Kreis- und Schulumlage für die Kommunen weiter erhöhe: „Nicht alle finanziellen Belastungen kann der Kreis beeinflussen, aber drei große Punkte hat ganz alleine die Kreisspitze um Landrat Cyriax und die regierende Kreiskoalition von CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen zu verantworten: Die riesige Erweiterung des Landratsamtes für Stand jetzt mindestens 50 Millionen Euro – absolut fragwürdig in Zeiten von immer mehr home office, die bei den Kreisgesellschaften in den Sand gesetzten Gelder sowie die fatale Entscheidung, den Kreis seit 2016 mit einer völlig unnötigen dritten hauptamtlichen Beigeordnetenstelle mit B-Besoldung zu belasten.“
SPD: Kreis muss sich um alle seine Menschen kümmern
Scharf kritisiert Dr. Neuhaus daher auch das jüngst verkündete Beharren der Grünen auf die Wiederwahl ihrer Ersten Kreisbeigeordneten Madlen Overdick: „Die Leute wollen doch nicht vor der Wahl wissen, welcher Politiker nach der Wahl welchen hauptamtlichen Posten erhalten will. Jetzt geht es darum, dass man über die wichtigen Themen redet: Über die Schulkindbetreuung im Kreis, über bezahlbares Wohnen, über die Konsolidierung des Kreishaushaltes. Ich trete mit der SPD ganz klar dafür an, dass wir sagen: Schluss mit dem Postengeschacher auf Kreisebene! Jetzt müssen die Inhalte in den Mittelpunkt der Kreispolitik gestellt werden!“
„Wir wollen einen Kreis, der sich wirklich aktiv um alle seine Menschen kümmert“, stellte Bernhard Köppler sogleich als Prämisse ins Zentrum seiner Vorstellung des Wahlprogramms der SPD für die Kreistagswahl. Zentrale Themen werden das Schaffen bezahlbaren Wohnraums, besserer öffentlicher Nahverkehr, die Ausstattung und Angebote der Schulen, die Sicherung der flächendeckenden Gesundheitsversorgung, der Erhalt des sozialen Netzes im Kreis und die Sanierung der Kreisfinanzen sein. In den nächsten Wochen werde die SPD detailliert zu den Inhalten und Themenfeldern informieren.
Grußworte entrichteten die Bundestagsabgeordnete Nancy Faeser, die auf dem „Ehrenplatz“ am Ende der Liste wieder für den Kreistag kandidiert, der Schwalbacher Bürgermeisterkandidat Lutz Ullrich, dessen Wahl zeitgleich mit der Kreistagswahl a20m 15. März 26 ansteht sowie per Video zugeschaltet Staatssekretär Umut Sönmez aus Kelkheim.
Unser Bild oben zeigt (von links) Alexander Immisch, Penelope Guckler, Dr. Sven Essel, Eva Sauter, Christiane Augsburger, Moritz Löw, Julia Buderus-Feder, Gisela Stang, Daniel Backes, Dr. Philipp Neuhaus, Gerd Elzenheimer, Michael Antenbrink, Julia Ostrowicki, Bernhard Köppler, Dr. Martina Helmerich, Marcus Heße-Nuß, Dunja Amani, Manuel Schiewe, Dr. Claudia Ludwig, Elmar Döhler, Alexander Tulatz, Toni Jäckel.
Quelle: SPD Main-Taunus


