Großübung in Hattersheim: Polizei und Feuerwehr proben den Ernstfall
Wie arbeiten Polizei und Feuerwehr bei komplexen Gefahrenlagen Hand in Hand? Rund 100 Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Westhessen und der Feuerwehren des Main-Taunus-Kreises haben genau das am Samstag bei einem gemeinsamen Übungstag trainiert. Unterstützung erhielten sie von den Entschärfern des Hessischen Landeskriminalamtes.
Auf dem Gelände der ehemaligen Polizeistation Hattersheim und in der Umgebung simulierten die Beteiligten einen Zwischenfall in einem Chemiebetrieb. Während die Feuerwehr ihre Fachkompetenz im Umgang mit Gefahrstoffen, moderne Messtechnik und Verstärkung einbrachte, sicherten speziell geschulte Sprengstoffermittler und weitere Spezialkräfte der Polizei die Lage ab. Beobachter aus ganz Hessen verfolgten das Training, um das neu entwickelte Einsatzkonzept des Polizeipräsidiums Westhessen auf seine Übertragbarkeit für andere Regionen zu prüfen.
Das Ziel der Übung: Abläufe unter realistischen Bedingungen erproben, Schnittstellen abstimmen und Schwachstellen frühzeitig erkennen. Ein fließender Übergang ist besonders dann entscheidend, wenn Gefahrenabwehr und Ermittlungen zeitgleich ablaufen – etwa bei einer Bedrohung, Körperverletzung oder anderen Straftaten an einem Chemielabor.
Auch die Leiterin der Abteilung Einsatz im Polizeipräsidium Westhessen, Ute Jacobs, machte sich vor Ort ein Bild von der Zusammenarbeit:
„Solche Lagen kann keine Organisation allein bewältigen. Es kommt auf eine enge und verlässliche Zusammenarbeit an. Nur wenn die Rädchen ineinandergreifen, können wir komplexen Situationen wirksam begegnen. Es geht darum, die Bevölkerung optimal zu schützen – und sicherzustellen, dass alle Einsatzkräfte gesund nach Hause zurückkehren.“
Am Ende zogen die Verantwortlichen eine durchweg positive Bilanz. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen nun direkt in die Weiterentwicklung der Einsatzkonzepte ein, damit die Einsatzkräfte auch bei außergewöhnlichen und anspruchsvollen Lagen handlungsfähig und bestens aufeinander abgestimmt bleiben.
Quelle: Polizei Westhessen


