Entscheidung ist gefallen: Wohnen in Hofheim wird drastisch teurer

Entscheidung ist gefallen: Wohnen in Hofheim wird drastisch teurer

Die Würfel sind gefallen: Wohnen in Hofheim wird teurer, und zwar deutlich. Um 20.03 Uhr an diesem Mittwochabend machte das Stadtparlament den Weg frei: Der Haushaltsplan für 2026 wurde mit klarer Mehrheit verabschiedet – ebenso eine drastische Erhöhung der Grundsteuer B.

Rund hundert Hofheimerinnen und Hofheimer waren in die Stadthalle gekommen, um die Entscheidung im Stadtparlament mitzuerleben. Gleich zu Beginn unternahm CDU-Fraktionschef Armin Thaler noch einen politischen Vorstoß: Wie angekündigt beantragte er im Namen seiner Fraktion, die Abstimmung über den Haushalt zu vertagen. Doch dafür fand sich im Parlament keine Mehrheit.

Mit den Beschlüssen kommen auf die Hofheimer Bürger spürbare Mehrbelastungen zu:

  • Die Grundsteuer B – also die kommunale Steuer auf Wohnimmobilien – wird von 658,23 Prozent auf 1.545 Prozent mehr als verdoppelt. Die Bescheide gehen an die Eigentümer – bei Mietwohnungen können sie die Grundsteuer über die Nebenkosten an die Mieter weitergeben.
  • Auch das Haushaltssicherungskonzept wurde verabschiedet. Es sieht unter anderem vor, dass die Grundsteuer B in den kommenden Jahren noch weiter steigen soll – auf nahezu 2.500 Prozent bis zum Jahr 2029.
  • Zudem wurde die Gewerbesteuer erhöht: Der Hebesatz liegt derzeit bei 370 Prozent und steigt nun auf 400 Prozent.

Mit diesen Beschlüssen reagieren die Stadtverordneten auf das aktuelle Haushaltsdrama in Hofheim: Der frühere CDU-Bürgermeister hatte einen Schuldenberg angehäuft – und niemand hatte es mitgekommen. Die Stadtkasse ist ein Millionenloch – nie dagewesene Sparmaßnahmen wurden notwendig, und dringend müssen neue Einnahmen her. Jahre wird es dauern, bis die Kreisstadt wieder finanziell auf sicheren Füßen steht.

Der Haushaltsplan 2026 muss nun noch von der Kommunalaufsicht genehmigt werden. Bis dahin gilt im Rathaus weiterhin eine vorläufige Haushaltsführung: Die Stadt darf nur Ausgaben tätigen, zu denen sie rechtlich oder vertraglich bereits verpflichtet ist.

Vor der Abstimmung hatten die Fraktionsvorsitzenden in ihren Haushaltsreden ausführlich begründet, warum ihre Parteien dem Etat zustimmen – oder ablehnen.

Ein ausführlicher Bericht über diese letzte Sitzung des Stadtparlaments in dieser Legislaturperiode folgt.


Unser Bild oben zeigt einen Blick in den Sitzungssaal der Stadthalle, wo das Plenum der Stadtverordneten tagt.


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