Meisterturm-Fiasko 2026: Mit Ausschank da oben wird das nichts mehr
Oben auf dem Kapellenberg, 292 Meter über dem Meeresspiegel, lässt sich die ganze Verkorkstheit der Hofheimer Stadtpolitik der letzten Jahre paragliden:
Ein beliebtes städtisches Ausflugslokal wie die „Waldgaststätte Meisterturm“ lässt man erst jahrelang verfallen. Sanieren trotz Pächter-Protesten? Wo kämen wir da hin. Stattdessen macht man den Laden Mitte letzten Jahres lieber gleich ganz dicht. Kurz zuvor präsentierte die Rathaus-Riege noch stolz einen neuen Betreiber. Bürgermeister Willi Schultze war damals zwar schon gewählt, aber das alte Dreigestirn aus CDU-Rathauschef, grünem Ersten Beigeordneten und SPD-Dezernenten schwang noch das Zepter.
Das war ihr Mann: Lazhar Saad, Tunesier, 47 Jahre alt, ein Gastronom aus Flörsheim. Im Magistrat stimmte man Hohelieder an. Bis Ende 2026, verkündete man vom Rathausdach, sollte sich die Bürgerschaft bitte noch gedulden – doch dann werde neu eröffnet. Größer, schöner, bombastischer.
Auch ein Museum – das „Haus des Waldes“ – war im Gespräch, ergänzt durch großzügige Lern- und Spielangebote. Was kaum jemand ahnte: Die Stadtkasse war damals bereits völlig leer, doch das Rathaus hielt diese Wahrheit unter Verschluss.

Jetzt haben wir Herbst 2026 – und Bürgermeister Schultze legt die Karten auf den Tisch. Man habe mit dem Gastronomen, der im letzten Spätsommer als Übergangslösung eine kleine Pop-Up-Gastro da oben betrieb, über „zusätzliche Freizeit- und Erlebnisangebote“ gesprochen. Ergebnis: ein Desaster. Das Zwischenspiel lief „nur mäßig“, alternative Ideen scheiterten am Naturschutz. Für 2026 winkte der Wirt ab.
Schultze zieht die Bilanz: „Auch eine Nutzung von Teilen des vorhandenen Gebäudes wurde geprüft. Die Nutzung des Gebäudes ist jedoch aufgrund des vorhandenen schlechten Zustandes ausgeschlossen.“
Aha. Erst kaputtsparen, dann staunen.

Mit anderen Betreibern habe man gesprochen, doch für dieses Jahr ist der Zug abgefahren. Ob es jemals wieder besser wird? Schultze flüchtet ins Verwaltungsversprechen: „Die Verwaltung befindet sich weiterhin in Gesprächen, um frühzeitig eine Lösung für die Saison 2027 zu entwickeln.“
Hofheim im Jahr 2026: Die Aussicht ist schön. Auf dem Berg bleibt’s trocken.
TR


Leider „Another GoneCase“ in Hofheim
Wieder so typisch für Hofheim. Was hatte der frühere Pächter da oben am Meisterturm für eine gelungene Oase geschaffen. Der Publikumsandrang gerade an Sonn- und Feiertagen, Sommer wie Winter war der beste Beweis für die Stimmigkeit der Gaststätte. Was macht die Stadt: Statt anhaltender Instandsetzung lange genug warten, bis eine Renovierung schlechter erschien als ein Abriss und Neubau. Pächter kündigen und dann Leerstand….gähnende Untätigkeit…..Verfall mit Programm. Schon damals musste doch die Finanzsituation bekannt gewesen sein. Das Lokal könnte heute noch dort oben existieren, wenn nicht Inkompetenz der Stadt als Eigentümerin das beschleunigte schnelle Aus bewirkt hätte. Und jetzt wird deshalb auf viele Jahre da oben am Meisterturm nichts mehr passieren. Es ist eine Schande.
Egal was Hofheimer Magistrate anpacken, es wird ein Griff ins Klo. Liegt ein Fluch über der Stadt?
Sehr bedauerlich soviel Inkompetenz.
Alle sollten sich schämen .Es war ein wunderbarer Ort .
Michael
Ein Spiegelbild der deutschen Politik