Hofheim live im Fernsehen: Gottesdienst eröffnete bundesweite Misereor-Fastenaktion

Hofheim live im Fernsehen: Gottesdienst eröffnete bundesweite Misereor-Fastenaktion

Mit einem live in der ARD übertragenen Gottesdienst ist am Sonntagvormittag in der Pfarrkirche St. Peter und Paul die Fastenaktion 2026 des katholischen Hilfswerks Misereor eröffnet worden. Die Aktion steht unter dem Leitwort „Hier fängt Zukunft an“ und rückt die Situation junger Menschen in benachteiligten Regionen in den Mittelpunkt.

In einer Dialogpredigt formulierten die Bischöfliche Bevollmächtigte im Bistum Limburg, Hildegard Wustmans, und der Limburger Bischof sowie Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, zentrale Fragen zur Zukunft.

„In welche Zukunft gehen wir angesichts einer geopolitischen Lage, die verunsichert und viele Menschen weltweit ängstigt?“, fragte Bätzing. Mit Blick auf Umwelt und Ressourcen ergänzte er: „In welche Zukunft gehen wir, in der die Erde ausgebeutet wird, Ressourcen geraubt werden, der Klimawandel voranschreitet?“

Zugleich stellten beide die soziale Dimension in den Vordergrund: „Und wo stehen wir dann? Auf welcher Seite? Bei denen, die abgehängt sind, nicht wahrgenommen werden und bestenfalls auf Wohltaten warten?“

Konkret verwiesen sie auf Projekte der Partnerorganisation CODAS Caritas Douala in Kamerun. Dort werden junge Frauen und Männer durch Ausbildungsangebote unterstützt. Wustmans betonte, dass die Fastenaktion den Blick bewusst auf deren Lebenswirklichkeit lenke: „Sie schaut in die Lebenswirklichkeiten junger Menschen. Sie lenkt unseren Blick nach Kamerun zu jungen Menschen, denen aus gesellschaftlichen Gründen Chancen und Rechte verwehrt sind. Auf junge Frauen und Männer, die aufsteigen und vorankommen wollen, aber es nicht können, weil es ihnen nicht möglich ist, zum Beispiel ihre Ausbildung selbst zu finanzieren.“

Nach Angaben von Misereor werden während der Fastenzeit bundesweit in Pfarreien, Schulen, Kindertagesstätten und Verbänden Spenden gesammelt. Das Hilfswerk unterstützt nach eigenen Angaben Projekte von Partnerorganisationen in 83 Ländern.

Zum Auftakt der Aktion sagte Misereor-Hauptgeschäftsführer Andreas Frick: „Zukunft beginnt nicht irgendwo. Sie beginnt genau dort, wo Menschen sich gegenseitig stärken. Wo Solidarität gelebt wird. Wo wir nicht wegsehen, sondern handeln.“

Die bundesweite Kollekte für die Arbeit von Misereor findet am fünften Fastensonntag, 22. März, in den katholischen Kirchengemeinden statt.

Pilger bringen Misereor-Hungertuch nach Hofheim

Seit 40 Jahren verbindet die Hungertuchwallfahrt die Eröffnungsorte der Misereor-Fastenaktion der Vorjahre. Diesmal führte die Strecke von Kirchähr nach Hofheim. Die Wallfahrer trugen das aktuelle Hungertuch, das in diesem Jahr von der Künstlerin Konstanze Trommer unter dem Titel „Gemeinsam träumen – Liebe sei Tat“ gestaltet hat. Auf fünf Tagesetappen legten sie rund 60 Kilometer zurück und machten unterwegs auf die Anliegen von Misereor aufmerksam. Übernachtet wurde in Gemeindehäusern, Schulen und anderen Einrichtungen auf Isomatten und Schlafsäcken.

Am Samstag erreichte die Wallfahrt ihr Ziel in Hofheim. Hier einige Impressionen von der Ankunft in der Kreisstadt.

Text & Fotos: Raimund Rupp / Misereor

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