Kreisverwaltung Hofheim: Weniger Bauanträge – fast alle wurden genehmigt

Kreisverwaltung Hofheim: Weniger Bauanträge – fast alle wurden genehmigt

Zunächst die gute Nachricht: 97 Prozent der Bauanträge wurden vom Kreis genehmigt. Doch: Die Gesamtzahl der Anträge ist erneut gesunken – um fünf Prozent. Ein anhaltender Trend: Wie die Kreisverwaltung in Hofheim mitteilt, geht die Zahl der Bauanträge seit nunmehr fünf Jahren kontinuierlich zurück.

Erste Kreisbeigeordnete Madlen Overdick nannte diese Zahlen, als sie eine Statistik für 2025 für den Main-Taunus-Kreis präsentierte. Im vergangenen Jahr sind insgesamt 879 Bauanträge und weitere Anträge bei der Bauaufsicht eingegangen – das sind fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Demnach setzt sich der Rückgang seit 2021 fort – in dem Jahr waren besonders viele Anträge gestellt worden.

Insgesamt liegt das Minus gegenüber diesem Höchststand bei rund 30 Prozent. Hintergrund sind laut Overdick eine schwierige Lage im Bausektor und die in ganz Deutschland hohen Baukosten.

In der Statistik lassen sich auch positive Zahlen entdecken: Für Neu- oder Umbauten von Wohngebäuden gingen 2025 insgesamt 327 Bauanträge ein, 310 waren es im Jahr zuvor. „Wer heute bauen will, braucht einen langen Atem – das spüren wir auch bei unseren Zahlen“, sagt Madlen Overdick. „Umso wichtiger ist es, dass wir Bauherren gut beraten und Anträge lösungsorientiert begleiten. Mit einer Genehmigungsquote von 96,6 Prozent schaffen wir weiterhin verlässliche Rahmenbedingungen.“

Mit der geringeren Zahl an Anträgen ging auch die Zahl der Widersprüche deutlich zurück. Sie hat sich im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte reduziert. Ebenfalls rückläufig waren die Fälle, in denen die Bauaufsicht eingreifen musste. Ihre Zahl sank um fünf Prozent auf 327. Die Bußgeldverfahren blieben mit 31 Fällen nahezu unverändert.

Auch die Nachfrage nach Beratung ist zurückgegangen. 2025 wandten sich 540 Bürgerinnen und Bürger mit Fragen an die Bauaufsicht, elf Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die hohe Genehmigungsquote führt Overdick auf eine Arbeitsweise zurück, die auch nach der Antragstellung noch Anpassungen zulässt, um Bauvorhaben genehmigungsfähig zu machen.

Etwas weniger geworden sind auch Sanierungen an denkmalgeschützten Gebäuden. Ihre Zahl sank um fünf Prozent auf 329.

Quelle: Kreisverwaltung

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