Teures Pflaster: Main-Taunus-Kreis auf Platz 380 (von 400)
Das Leben im Main-Taunus-Kreis ist teuer – das steht nun schwarz auf weiß fest. Der Spiegel berichtet über eine Analyse des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Dafür wurden die Wohn- und Lebenshaltungskosten – also Mieten, Strom, Gas und Lebensmittel – in allen 400 Kreisen und kreisfreien Städten untersucht.
Der Main-Taunus-Kreis mit seiner Kreisstadt Hofheim am Taunus liegt dabei auf Platz 380. Das Leben hier ist 7,1 Prozent teurer als im Bundesdurchschnitt.
Zur besseren Einordnung ein paar Vergleichszahlen:
Auf Platz 400 liegt München. Dort zu wohnen ist am teuersten: Das Leben in der bayrischen Landeshauptstadt kostet 23,9 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt.
Am günstigsten lebt es sich im Vogtlandkreis in Sachsen: Dort liegen die Lebenshaltungskosten im Schnitt 10 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.
Frankfurt ist – wenig überraschend – teurer als der Main-Taunus-Kreis: Die Mainmetropole landet auf Platz 398 und ist im Schnitt 14,6 Prozent teurer als der Bundesdurchschnitt.
Auch der Hochtaunuskreis ist kostspieliger und belegt Platz 382 (+7,3 Prozent gegenüber dem Bundesdurchschnitt). Wiesbaden hingegen landet „nur“ auf Platz 372 (+6,4 Prozent).
Der Rheingau-Taunus-Kreis kommt auf Platz 314 (+1,3 Prozent)
Die Preisunterschiede erklären sich hauptsächlich durch die hohen Wohnkosten. Laut der Untersuchung liegen die Mieten in den sieben teuersten Metropolen im Schnitt fast 50 Prozent über dem Bundesniveau.
Übrigens sind nicht nur Regionen im Osten preisgünstig. Auch in westdeutschen Stadt- und Landkreisen findet man niedrigere Preisniveaus – beispielsweise in den niedersächsischen Landkreisen Lüchow-Dannenberg, Holzminden oder Northeim.
Und selbstverständlich gilt auch: Die Lebenshaltungskosten hängen oft eng mit dem Einkommen zusammen. Der Spiegel zitiert IW-Autor Christoph Schröder, der sagt: „In den Kreisen mit hohen Lebenshaltungskosten ist meist auch das Durchschnittseinkommen überdurchschnittlich.“
Quelle: Der Spiegel – Foto: Raimund Rupp

